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AUTOR: Sofian Al-Lahham



Invasion der Mongolen

Vorgeschichte:

Eine Legende besagt das Tan-gun ein Halbgott 2333 v. Chr. auf der koreanischen Halbinsel im Norden das Reich Choson errichtete.

Jedoch kann diese Legende sicher nicht die Gründung der koreanischen Nation erklären. Ganz genau weis man es immer noch nicht, doch Tatsache ist das die ersten Besiedlungen der Insel durch mongolische Stämme erfolgten die in der Bronzezeit so ungefähr 1000 v. Chr. statt fanden. 4. Jh. v. Chr. entstanden dann die ersten Formen von Staaten. Zur dieser Zeit gab es das Reich mit dem Namen Ko-Choson oder Alt-Chosen, dass das momentan mächtigste war.

Ko-Choson war inzwischen schon so mächtig geworden das auch das große China sich langsam bedrängt gefühlt hatte. 109 v. Chr. beschloss der chinesische Kaiser Han Wuti der angeblichen Bedrohung durch das koreanische Reich ein Ende zu machen, in dem er eine Invasion auf Alt-Chosen startete. 110 v. Chr. war das Reich zerstört, doch das war nicht genug für den Kaiser und er lies vier große Stützpunkte auf der nördlichen Hälfe errichten um die Kontrolle zu behalten.

Doch ein Jahrhundert darauf entstand ein neues Reich mit dem Namen Koguryo das sehr kriegerisch, tapfer und angrifflustig war. Koguryo vertrieb 313n. Chr. endlich die Chinesen aus ihrem letztem Stützpunkt Nangnang oder auf chinesisch Lo-lang. Koguryo wurde von zahlreichen Königen regiert. Das Reich dehnte sich in alle Richtungen aus, es reichte bis tief in die Mandschurei und in die südlichen Regionen. Koguryo eroberte viele benachbarten Stämme, auch das Reich Paekche(das 18 v. Chr. – 660 n. Chr. existierte) das südlich des Flusses Han der in der Nähe des heutigen Seoul entstand, wurde angegriffen. Doch Paekche flüchtete sich in den Süden wo es sich wieder aufbaute. Im 4. Jahrhundert ist aus Paekche inzwischen ein zivilisierter Staat mit einer blühenden Kultur geworden der viel Handel mit Japan betrieb, auf diese Weise kam auch der Buddhismus nach Japan. Aber es gab noch ein Reich, Shilla (57 v. Chr.-668 n.Chr.), es war das weit entferntest Reich von China und auch das Schwächste von allen. Doch um das zu ändern, ging das Reich Mitte des 6. Jahrhunderts eine Allianz mit dem T’ang Reich in China ein. 668 n. Chr. war die koreanische Insel erstmals vereinigt. Doch die letzten Krieger des Reiches Koguryo schafften es die T’ang Soldaten in die Mandschurei zurück zuschlagen. Diese letzten Überlebenden von Koguryo gründeten dann im Norden der koreanischen Insel einen neuen Staat namens Parhae.

Eine sehr lange Zeit lebte das Reich Shilla sowie auch das Reich im Norden Parhae in Frieden und Wohlstand.

Einfall der Mongolen in die koreanische Halbinsel:

Der anhaltende Frieden im Reich Parhae sollte nun nicht länger andauern und durch einen mongolischen Volksstamm den Kithanen gebrochen werden. Diese eroberten das Reich im Jahre 926. Der Adel des Reiches Parhae flüchte sich in den Süden nach Koryo, dass sich dem Reich Shilla unterworfen hatte. Doch die Parhae – Kultur konnte sich dort nicht behaupten und ging unter. Im Jahre 1231 fielen dann gemeinsam mehrere Stämme der Mongolen in Korea ein und eroberten 1259 Koryo vollständig. Unter mongolischer Herrschaft nahmen dann die koreanischen Könige wieder ihre Herrscherrolle an.

Ein Jahr nach der Eroberung Koryo’s wurde der Enkel Dschingis Khan’s „Kublai“ Großkahn. Er erkannte den Vorteil die koreanische Halbinsel als Sprungbrett zur Eroberung Japans, zu nutzen. Also schickte Kublai Kahn im Jahre 1266 einen Boten nach Japan, der aber aufgrund eines Sturmes seinen Auftrag nicht ausführen konnte und zurückkehrte. Einige Zeit später schickten die Mongolen abermals Boten die aber ihr Ziel erst 1268 erreichten und den Japanern die Botschaft überbrachten sich der mongolischen Herrschaft zu unterwerfen. Diese eindeutige Botschaft war Grund genug für die Japaner, die ihr Land natürlich nicht kampflos den Mongolen übergeben wollten, die Verteidigung der Insel zu organisieren. Auch wurden alle Kriegsherren aus Westjapan auf einen möglichen Angriff der Mongolen vorbereitet. 1268 gab Kublai Kahn Koryo dann den Befehl 1000 Schiffe zu bauen und 10000 koreanische Soldaten zu mobilisieren. Da die Mongolen ein Steppenvolk sind und sich was Seefahrt betraf überhaupt nicht auskannten, waren die Koreaner für sie auch in dieser Hinsicht sehr wichtig.

Drei Jahre später war inzwischen der Großkahn fast Weltherrscher. Jetzt konnte er seine Aufmerksamkeit auf Japan wenden. Dieses hatte noch im gleichen Jahr 1271 im südlichsten Punkt der Insel auf Kyuschu alle Länderein auf den Angriff vorbereiten lassen. Kublai gab Japan noch einige Gelegenheiten seiner Aufforderung nach zu kommen, doch alle wurden abgelehnt. 1272 wurde wieder ein Botschafter geschickt mit einem Brief der beinhaltet:

„Ich bete dafür, daß wir fortan durch Gespräche und gegenseitigen Austausch Freundschaft schließen können. Unsere weisen Männer der Vergangenheit sahen die See als Teil ihrer Heimat an. Wenn wir nicht in andere Länder reisen, wie sollen wir dann unser Heimatland erweitern? Wer mag es schon, militärische Macht einzusetzen?“

Doch dieses Mal wurde der Botschafter ausgewiesen. Jetzt war der Großkahn mit seiner Geduld am Ende und es gab scheinbar nur noch den militärischen Weg für ihn. Im Oktober 1274 stach Kublais Heer in See. Dieses bestand aus 15000 mongolischen Soldaten, 5000 weitere die sich aus den Nordchinesen und Jurchen-Tataren zusammensetzen sowie 8000 koreanische und 6400 Seeleuten. Wie nach Plan landeten die Schiffe in Tsushima und Iki die nach kürzester Zeit eingenommen wurden. Danach erreichte die Flotte Imatzu wo ein Brückenkopf gebildet wurde. Hier wurde die Stadt Hakata eingenommen. Jetzt standen sich in Kyuschu die beiden gegnerischen Heere gegenüber. Doch die ungefähr 8000 Samurais schafften es nicht die Mongolen zurückzuwerfen. Diese fingen an, an Ort und Stelle ihre Posten weiter aus zubauen. Die Japaner die sich in Mizuki in einer Befestigungsanlage zurückzogen, mobilisierten sich und starteten wieder einen Angriff auf das bedrohliche Heer des Gegners. Aber als die japanische Armee am Strand ankam war nichts von einem gegnerischen Heer zu sehen.

Angeblich soll die Flotte von einem Sturm vernichtet worden sein aber das weiß man nicht wirklich, es gibt auch noch viele weitere Aussagen, doch niemand kann wirklich sagen was mit der Schiffsflotte geschah. Doch es heißt auch, dass die Mongolen erst einmal die Taktiken und Techniken der Japanern beobachten wollten und um dann mit mehr Erfahrung über den Gegner, noch mal zukommen. Doch Japan war erst einmal froh 1274 von seinem Gegner erlöst zu sein.

Aber man befestigte aus Angst vor einer 2 Invasion die Bucht von Hakata indem um sie herum ein Steinwall errichtete und in ganz West Japan alle Kriegsherren abermals auf eine Invasion der Mongolen vorbereitete. In dieser Zeit war Kublai Kahn mit der Eroberung Südchinas bis 1279 beschäftigt.

II Invasion:

Doch nach dem die Mongolen das Song Reich China eroberten, bereitete der Großkahn tatsächlich eine zweite Invasion auf Japan vor. Sein Plan sah so aus, dass diesmal zwei Flotten, eine koreanische mit 900 Schiffen und 42000 Männern und eine Songflotte mit 3500 Schiffen und 160000 Männer die sich in Iki treffen, zusammen Japan angriffen. 1281 bekamen die Flotten den Befehl los zu segeln.

Doch aufgrund des Todes eines Generals der Songflotte, verspätete sich diese und die koreanisch-mongolische die nicht warten wollte griff alleine im 6. Monat die Hakatabucht an. Doch ohne Erfolg, also besetzten sie die Insel Shiga. Dort gelang es ihnen jedoch nicht einen anhaltenden Brückenkopf zu errichten und wurden somit gegen Mitte des Monats aus Shiga.

vertrieben. Die Japaner hatten im Norden von Kyuschu ein Heer von 100000 Samurais stehen und an der Spitze im Süden von Honshu 20000 Soldaten. Immer wieder wurden die Schiffe der koreanisch-mongolischen Flotte nächtlich von kleinen wendigen japanischen Schiffen attackiert, doch der Gegner ahnte solche Versuche voraus und bestückte seine Schiffe mit mächtigen Ketten am Buk mit denen die kleinen Schiffe schwer beschädigt werden konnten oder gar zermalmt wurden. Das mongolische Heer startete daraufhin einige Angriffe auf eine befestigte Ortschaft die aber standhalten konnte. Also zog sich die Flotte nach Iki zurück und wartete auf die Ankunft der chinesischen Flotte. Im 7. Monat schlossen sich die beiden Flotten in Hirado zusammen und attackierten zusammen die Hakatbucht.

Jetzt standen die Japaner vor einer Entscheidungsschlacht in Nakagawa. Doch ein sehr großer Teil der Flotte wurde als sie sich auf den Weg zur Schlacht machte von einem mächtigen Sturm erfasst und ging unter. Es heißt, dass das mongolische Heer 70% bis 90% ihrer Männer verlor. Jetzt warteten die Japaner nicht länger und griffen gleich danach das was von der geschwächten Flotte übrig geblieben ist an und schlachteten alle Mongolen, Koreaner, Nordchinesen ab, bis auf die Song-Chinesen die sie versklavten.

1284 schickte Kublai Kahn abermals Diplomaten nach Japan, diese wurden jedoch sofort hingerichtet. Kublai Kahn der sich jetzt auf Probleme im Reichinneren kümmern musste, hatte keine Zeit mehr für Japan und verwarf nun seine Invasionspläne. 1294 verstarb der Großkahn. Der Verteidigungszustand wurde jedoch erst im Jahre 1312 behoben.

Koryo gelang es 1354 sich von den Mongolen zu befreien.

Entwicklung und Nachfolgen der Invasionen:

Zur Besatzungszeit Koryos hatten die Mongolen ihre Ponys nach Koryo gebracht und kreuzten diese mit den Pferden auf Jeju, einer kleinen Insel Koreas, um die Eigenschaften der Pferde zu optimieren.

Auch fällt die Entwicklung des Katanas in die Zeit der Invasionen auf Japan.

Es heißt, es wurde eigens dazu entwickelt um die Mongolen zu schlagen.

Auch änderte sich die japanische Kriegsführung, die anfangs darin bestand, dass sich jeder Samurai vorstellte und einen Krieger aus dem gegnerischen Heer zum Duell herausfordert. Dies wurde den Japanern im Kampf mit den Mongolen zum Verhängnis, denn diese beschossen die Japaner mit vergifteten Pfeilen und besiegten sie mit ihren berühmt berüchtigten Kampftechniken.


Titel: Die Mongolen in Korea und Japan


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