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Vorgeschichte der ersten japanischen Invasion


Die Invasion auf Korea war natürlich nur durch ein geeintes Japan möglich. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts hat das Ashikaga Shogunat seine Macht verloren und es entglitt ihm die Kontrolle Japans. Durch die Schwäche des Ashikaga Shogunat entstand ein blutiger Machtkampf zwischen diversen Kriegsherren um die Herrschaft in Japan. Dieser Krieg tobte lange und ist vielleicht mit dem uns bekannten dreißig jährigen Krieg zu vergleichen. Unter diesen Kriegsherren war besonders Oda Nobunaga der jenige der sich in diesen Krieg von allen am meisten durchsetzte bzw. Erfolg hatte. Er eroberte langsam aber stetig sich eine Provinz nach der anderen. Er schloss ein Bündnis mit den europäischen Christen und gelang so an Musketen. Er nahm die neuen Waffen der Europäer bereitwillig an und ließ somit auch eine neue Ära auf Japan los, die Zeit der Feuerwaffen sollte nun langsam den Weg des Samurais ersetzen. 1568 war es dann soweit und er marschierte in Kyoto ein und vertrieb den Ashikaga Shogun. Nobunaga wargegenüber den buddhistischen Sekten sehr feindlich eingestellt, da sie seiner Meinung nach zu viel Macht ausübten. Da die Mönche zu dieser Zeit sehr gefürchtete Krieger waren und ihr Kloster auf dem Berg Hiei war, der direkt in der Nähe von Kyoto lag, ging für Nobunaga der auf Kriegsfuss mit allen Buddhisten war eine direkte Gefahr von diesem Kloster aus. Er ließ in den umliegenden Wäldern um das Kloster und auch den Dörfern Feuer legen. In diesen grauenvollen Brand 1571 schätzt man das min. 3000 Menschen starben, darunter waren auch sehr viele Frauen und Kinder. Seine Kriege und Schlachten waren stets grausam, ungleich und sein blutiger Weg zum Erfolg war überall in Japan gefürchtet. Er hat aber seinen Erfolg auch zum großen Teil seinen zwei sehr fähigen Generalen Akechi Mitsuhide und Toyotomi Hideyoshi zu verdanken, die beide geniale Strategen waren, vor allem Toyotomi Hideyoshi der für Korea noch eine wichtige Rolle spielen wird. 1582 forderte Akechi Mizsuhide seinen Herr Nobunaga kurz vor der Übernahme Japans heraus. Nach dieser Herausforderung wurde Nobunaga überwältigt und er war gezwungen Selbstmord zu begehe (Seppuku). (Nobunaga hatte damals seinen eigenen Bruder auch zum Seppuku gezwungen und somit schon damals einen Konkurrenten beseitigt.). Toyotomi Hideyoshi reagierte sehr schnell als er die Nachricht über den Tod seines Herren erhielt. Er brach sofort nach Kyoto auf und besiegte Akechi Mizsuhide in einer Schlacht, dieser flüchtete und wurde aber auf seiner Flucht von einem Bauern nieder gestochen.

Toyotomi Hideyoshi war nun der unangefochtene Herrscher Japans und somit der zweite Einiger Japans in der Geschichte und das nach über hundert Jahren Bürgerkrieg. Er selber nannte sich aber nicht Shogun sondern verlieh sich den Titel eines Premierministers (Taiko). Toyotomi Hideyoshi veränderte die Kultur Japans bis heute gewaltig und ist für Japan und auch Korea und China geschichtlich eine unglaubliche wichtige Figur.



Er war auch bekannt für sein kleinwüchsiges und hässliches Aussehen, Nobunaga nannte seinen Untertanen sogar Saru was Affe bedeutet. Trotz alle dem bestach das taktische Genie auch als Machthaber durch seine Klugheit. Er änderte z.B. das ganze Militärsystem und schuf eine klare gesellschaftliche Grenze zwischen Kriegern und Bauern. Es war Bauern verboten Waffen zu besitzen. Er schuf ein Klassensystem wo z.B. der Titel eines Samurais vererbbar war, aber es als Bauer unmöglich hatte jemals höher auf zu steigen, weil dieser in einer niedrigen Kaste hineingeboren war. Die Ironie ist, das der Herrscher selber aus sehr ärmlichen Verhältnissen einer Bauernfamilie stammt. Sein Klassensystem was sich 1591 etabliert hat, hielt in Japan bis 1868 durchgesetzt. Die Kultur wie z.B. Dichtkunst und Teezeremonie wurden in Japan erst richtig unter Toyotomi Hideyoshi populär.

Toyotomi Hideyoshi beginnt die Invasion auf Korea und China

1. Die Legende des Admiral Yi Sun Shin (Der Kampf auf der See)


Toyotomi Hideyoshis Macht in Japan war nun unangefochten. Damit allein gab er sich aber nicht zufrieden. Seine neuen Ziele waren groß, manche behaupten sogar größenwahnsinnig, er wollte China erobern. So landeten im Jahre 1592 "200 000" Samurais in Korea. Sie wollten von dort aus auch China in die Zange nehmen, denn auch auf dem chinesischen Festland griffen die Japaner an. Korea sollte praktisch der Brückenkopf für den Angriff auf China werden. Mit was die Japaner nicht gerechnet haben war das der koreanische Admiral Yi Sun sin (Lebte von 1545-1598) lange vorhergesehen hat, dass die Japaner bald Korea angreifen werden. Er hatte seinen Hauptstützpunk in der Hafenstadt YOSU in der die berühmten Schildkrötenboote hergestellt wurden. Man nannte diese Schiffe in Korea Kobukson. Diese Schiffe waren bisher in ihrer Bauweise absolut einzigartig und tödlich.

Die Schiffe sahen wirklich wie Schildkröten aus und hatten sogar ein gepanzertes Deck. Admiral Yi Sun sin ließ diese Schiffe sogar mit einen Eisen-Deck bauen. Das oberste Deck hatte Eisenspeerspitzen damit der Gegner nicht an Bord kommen konnte. Auch am Heck befanden sich Speerspitzen die mit Strohmatten bedeckt waren um den Feind zu täuschen. Vorne am Schiff war ein Drachenkopf der mehr oder weniger wirklich Feuer spuckte denn in dessen Mund war ein Geschützrohr. Der eiserne Drachenkopf konnte auch als Rammbock benutzt werden. Des Weiteren waren die Geschützpforten des Schiffes so gebaut das man nur von innen nach aus sehen konnte aber nicht umgekehrt. Die Ruderbänke des Schiffes wurden sehr weit nach innen verlegt so dass es bei einem Zusammenstoß noch immer möglich war weiter zu rudern. Angeblich hatte das Schiff bis zu 72 Geschütze und eine Mannschaft von 80 Seeleuten und 45 Soldaten gehabt. Die Geschütze waren das gefährlichste an dem Schiff. Diese waren 11,7 cm Geschütze die bis zu 600m weit schossen. Es gab noch weitere hunderte Öffnungen durch die Feuerpfeile und Wurfbomben geschossen werden konnten. Das Schildkrötenschiff war das erste gepanzerte Schiff auf der Welt und auch zu dieser Zeit das Modernste.

Die ersten Schiffe waren zwei Tage vor der Landung der Japaner in Pusan fertig. Die Japaner schafften es in 15 Tagen Soul zu erreichen und zu besetzen. Admiral Yi Sun sin wartete noch seinen Moment ab für einen günstigen Gegenangriff. Am Mai 1592 griff er die Japaner bei der Okpo Bucht mit 24 Schildkrötenschiffen an. Die gegnerische Flotte der Japaner war aber 800 Schiffe groß und ihm weit überlegen was ihre Anzahl betraf. Als 26 Schiffe der Japaner anfingen zu brennen flüchteten sie, denn sie wussten nicht was sie gegen die Schildkrötenschiffe ausrichten sollten. Es folgten viele weitere Gefechte die sehr zermürbend für die japanische Flotte waren. Am 6. Juli 1592 sollten die Japaner einer ihrer schlimmsten Verluste erleiden. Er umzingelte bei der Hansan Insel die japanische Seeflotte mit seinen Schiffen. Sie rammten nun die japanischen Schiffe und hatten sie nun auch im Kreuzfeuer. Alleine durch das Rammen wurden 71 Schiffe der Japaner vernichtet. Als die Japaner die Flucht antraten wurden weitere 48 Schiffe versenkt. Durch sein taktisches Genie und seinen ständig wechselten Taktiken konnte Admiral Yi Sun sin sich immer wieder gegen eine absolute japanische Übermacht behaupten. So segelte er z.B. mit einer Flotte von 180 Schiffen auf den Hafen von Pusan den die Japaner am Anfang ihrer Invasion eingenommen haben zu und vernichtete dort die Hälfte der dort stationierten 500 Schiffe.

Für die Japaner war der Fall klar sie konnten diesen Krieg nicht gewinnen solange Admiral Yi Sun sin lebte, denn von ihn ging der Widerstand Koreas aus. So arrangierten sie es , dass der koreanische König die Falschmeldung bekam wo sich angeblich die japanische Flotte aufhielt. Dies sollte natürlich Admiral Yi Sun sin in eine Falle locken. Aber der Admiral merkte sofort das sich die angegebene Position innerhalb von gefährlichen Riffen und Felsen befand. Er stach trotz des Befehls des Königs nicht in See. Wegen dieser Befehlverweigerung wurde er in Ketten zum König nach Soul gebracht. Da Admiral Yi Sun sin viele Leute am Hof hatte die ihm wohlgesinnt wegen seinen erfolgreichen Kampf gegen die Japaner waren, wurde er durch deren Fürsprache vor der Todesstrafe gerettet. Er verlor aber seinen Titel und wurde 1597 zum einfachen Soldaten degradiert.



Natürlich hat man gleich einen Ersatz für den Admiral gefunden. Der neue Kommandant Won Kyun entfernte aus der Flotte alle Getreuen von Admiral Yi Sun sin. Der Spion der die Fehlinformationen damals an den König gab war aber weiterhin aktiv und lockte den neuen Kommandanten in eine Falle. Dieser wurde komplett mit seiner Flotte vernichtet. Das Desaster war groß und der Fall klar, Admiral Yi Sun sin wurde wieder zum Flotten-Befehlshaber ernannt.

Als erstes begann er mit dem Wiederaufbau der Flotte. Er begann nun wieder mit Hochdruck den Bau neuer Schildkrötenschiffe auf der Insel Chon Do. Als es sich rum sprach das er wieder da ist, kamen seine Seeleute die einst vertrieben worden sind wieder in Scharen zu ihm und schlossen sich der Flotte an. Als er 12 Schiffe fertig gestellt hatte kam es zum ersten Gefecht als der Admiral nahe der Küste eine Flotte von ca. 133 japanischen Schiffen entdeckte. Sie deckten diese Flotte mit Speerfeuer ein und die Japaner gerieten als es Nacht war in Panik und entschlossen sich zur Flucht. Bei ihrer Flucht verloren diese 30 Schiffe. Da die Japaner aber nun seinen Stützpunkt wussten , zog er sich auf die Hansan Insel zurück und setzte dort seinen Bau der Schiffe fort. Da ihn aber Geld und Material fehlte bezog er Zoll von allen Handelsschiffen die des Weges kamen und seine Seeleute ließ er arbeiten gehen damit sie genügend Geld bekamen. Es gelang ihn so einen gut ausgebauten Stützpunkt auf dieser Insel zu errichten und er hatte auch nun genügend Geld für das Material zum Bau der Schiffe.

Nun trafen endlich die Chinesen 1598 unter der Führung des chinesischen Admiral Chil Lin an der Westküste Koreas ein. Die doch sehr bedrängten Koreaner erhielten nun eine starke Unterstützung durch die Chinesen. Admiral Chil Lin war ein Mann der sich aber nicht gerne den Ruhm nehmen lässt oder was befehlen lässt von einen koreanischen Admiral. Admiral Yi Sun sin gelang es aber auf diplomatischer Ebene seine erlangten Erfolge als gemeinsame Siege von China und Korea darzustellen und besonders als eine große Leistung vom chinesischen Admiral Chil Lin.

Am 8 November 1598 wurde Admiral Yi Sun sin in einer Seeschlacht von einer verirrten Kugel getroffen und starb. Seine letzten Worte die er gesagt haben soll als er am Bug stand und Befehle erteilte sollten diese gewesen sein: "Sagt den anderen nicht, dass ich tot bin, es könnte den Kampf beeinträchtigen".

Admiral Yi Sun sin wird bis heute weltweit als einer der größten und genialsten Taktiker der See angesehen. Hierzu ein Zitat des Admiral G.A. Ballad, ein Analyst der Strategie des Seekampfes aus England, bewertete ihn mit diesen Worten: "Es fällt mir sehr schwer zuzugeben, dass es einen gibt, der sich mit dem englischen Admiral Nelson messen kann. Aber wenn es einen gibt, dann ist es dieser berühmte Admiral aus Asien, der keine einzige Niederlage im Kampf erlitten hat und im Kampf gestorben ist."

2. Die Legende des General Kim Deok-ryeong (Der Kampf zu Land)

General Kim Deok-ryeong war für Korea der wichtigste Kämpfer zu Land gegen die Japaner. Einer der japanischen Befehlshaber der Armee hatte seinen Gegner sogar so bewundert, dass er sich ein Schlachtenportrait von ihm anfertigen ließ. In seiner Kindheit und Jugend war Kim Deok-ryeong schon ein außergewöhnlicher Kämpfer.

Als 1592 die Invasion Japans begann war er 25 Jahre alt. Kim Deok-ryeong der einen sehr guten Ruf zu dieser Zeit in seiner Umgebung genoss stellte zusammen mit seinen Bruder Kim Deok-heung eine Armee von Freiwilligen zusammen. Sie schlossen sich den General Go Gyeong-myeong an und bekämpften als seine Gefolgsmänner die Japaner. Als er während des Krieges die Nachricht erhielt, dass seine Mutter im Sterben lag, entschloss er sich auf Drängen seines älteren Bruders in sein Dorf zurück zu kehren. Als er dies tat vielen sein Bruder und der General in der Schlacht bei den Berg Geumsan. Kim Deok-ryeong stellte nach dem Tod seiner Mutter nun eine Armee von "5000 Freiwilligen" zusammen, die aus den umliegenden Bezirken und Dörfern stammten. Er stellte sich nun den Japanern entgegen. Am Hof nannte man Ihn nun General Ikho und er wurde in die koreanische Armee als richtiger General mit seinen Freiwilligen integriert. Er stoppte nun an unzähligen Orten den Vormarsch der Japaner. Er schaffte es auch die Samurais in einigen Schlachten in die Flucht zu schlagen, während er immer an der Spitze des Schlachtengetümmels war.

1595 gelang es ihm einen Überraschungsangriff der Japaner abzuwehren, die in Goseong einfallen wollten. Er schlug die Japaner in die Flucht und gelangte hiermit zu sehr viel Annerkennung. Es gab keine Schlacht in der Kim Deok-ryeong in diesem Krieg nicht als Sieger hervorging. Er wurde von seinen Feinden sogar so gefürchtet, dass die Japaner sobald sie auf ihn trafen sofort die Flucht ergriffen. Er gelang zu immer mehr Annerkennung am Hofe Koreas und besonders vom König. Da die Minister den Einfluss und die Macht von Kim Deok-ryeong fürchteten und neideten, schufen sie einen Komplott gegen ihn. Als er einen Volksaufstand niederschlagen sollte und auf dem Weg dorthin mit seinen Freiwilligen war, erhielt er die Nachricht, dass der Aufstand schon niedergeschlagen wäre. Das entsprach natürlich nicht der Tatsache aber Kim Deok-ryeong zog sich mit seinen Truppen zurück.

Er wurde natürlich von den Ministern die dies eingefädelt haben beschuldigt mit den Aufständern gemeinsame Sache zu machen. Er beteuerte seine Unschuld und es versuchten einige Minister die ihm wohl gesinnt waren zu decken. Trotz alle dem wurde er gefangen genommen und starb mit 29 Jahren in Gefangenschaft nach unzähligen Foltern, durch die Hand eigener machtgieriger Landsmänner.

Ende der japanischen Invasion

Als auch Toyotomi Hideyoshi 18 September 1598 starb, der China und Korea erobern wollte, zogen sich die Japaner zurück nach dem sie das Land Korea fast sechs Jahre lang verwüstet haben. Seine Blutlinie konnte er nach seinen Tod nicht auf dem Thron Japans erhalten. Denn sein Sohn konnte sich nicht gegen seinen alten Rivalen Tokugawa Ieyasu durchsetzten. Die Tokugawa Familie herrschte bis 1868 und wird die Edo Epoche genannt. Während des Krieges haben die Japaner viele Töpfer, Poeten, Gelehrte usw. nach Japan verschleppt und so wurde auch die Kultur Japans durch Korea beeinflusst, aber die koreanische Kultur wurde natürlich auch sehr stark durch die japanische Invasion verändert. Man kann sagen das auf ziemlich blutige Art und Weise ein sehr starker Kulturaustausch in diesen sechs Jahren entstanden ist.


Titel: Erste japanische Invasion


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Oda Nobunaga

Holzstatue von Oda Nobunaga

Toyotomi Hideyoshi

Toyotomi Hideyoshi zu Pferd

Samurai zu Zeit 1592

Statue von Admiral Yi Sun Shin in Seoul

Gemälde von Admiral Yi Sun Shin

Bau der Schildkrötenschiff

Nachgebautes Schildkrötenschiff in Korea

Schlacht zu Wasser

Versteck der Schildkrötenschiffe

Model der Schildkrötenschiffe

Japanische Flotte

Koreanische Bogenschützen beim Training

Koreanischer Soldat

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