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Geschichte

Cho-won (Jo Seung-Woo) ist ein kleiner Junge, der gerne Schokokekse, Zebras mag und ein Autist ist. Als seine Mutter (Kim Mi-Suk) herausfindet dass ihr kleiner Sohn Autist ist, muss sie Anfangen diese schwierige Situation zu meistern. Sie findet bald heraus dass ihr Sohn eine vorliebe für das Rennen hat und fängt an ihn gezielt zu trainieren. Da die Erziehung von Cho-won die Mutter vollkommen in Anspruch nimmt, geschieht es das sie ihren jüngeren Sohn vernachlässigt und die Ehe mit ihren Mann zu Bruch geht. Cho-won ist nun ein junger Mann, aber besitzt noch immer die Intelligenz eines fünfjährigen Kindes. Da die Mutter es sich zum Ziel gemacht hat ihren Sohn am großen Marathon im Korea teilnehmen zu lassen, in dem er auf über 40 Kilometer ans Ziel gelangen muss, schickt sie ihn zu einem Trainer. Der Trainer Jung-wook (Lee Gi-Young) ist ein ehemaliger Marathonläufer, der wegen Gesetzesbruch zum Training bei einer Einrichtung für Autisten verdonnert worden ist, damit er gemeinnützige Arbeit leistet. Da er das Training von Cho-won als eine solche Arbeit auch abbuchen kann, nimmt er die Bitte von Cho-won`s Mutter an ihn zu trainieren. Jung-wook hat aber in Wahrheit wenig Lust irgendwen zu trainieren und ist so oder so der Meinung das Cho-won`s Mutter sich viel zu hohe Ziele für ihren Sohn gesteckt hat.


Fazit

Marathon war einer der erfolgreichsten Filme, im schwachen Südkorea-Kinojahr 2005 und ließ sogar viele amerikanische Filme weit hinter sich, was die Besucherzahlen betrifft. Mit 5.179.154 Besuchern in neun Wochen war dieser Film im wahrsten Sinne des Wortes eine Offenbarung für das koreanische Kino und für all die bösen Zungen die behauptet haben das es nun vorbei sei mit dem Erfolg koreanischer Filme.

Obwohl der Regisseur Jeong Yun-Cheol sich am Anfang bewusst war das es schon sehr viele ausländische Filme gibt die von Autisten handeln und noch dazu wundevolle Verfilmungen sind, hat er sich nicht an diese orientiert. Er hat das Drehbuch auf eine wahre Geschichte basieren lassen, die Geschichte von dem Autisten Hyung-jin. Der Hauptdarsteller Jo Seung-Woo (Raging Years, The Classic) hat Hyung-jin zu Hause besucht und in der Schule, damit er diesen beobachten und das Verhalten seiner Rolle direkt von der Person lernen konnte die er spielen soll. Auch hat er an dem Lauftraining von Hyung-jin teilgenommen. Gerade der Hauptdarsteller Jo Seung-Woo überzeugt einen voll und ganz mit seiner schwierigen Rolle, alle seine Bewegungen, die zu hohe Stimme, das vermeiden von einen direkten Blickkontakt bei jeder Person, all diese bekannten Eigenschaften von Autisten spielt er so authentisch wie man es selten gesehen hat. Auch Kim Mi-Suk (The Way Home) als Mutter spielt einfach hervorragend und man nimmt ihr die Rolle, als Mutter die einfach nur ihr bestes für ihren Sohn will, aber mit der Erziehung und ihrer Familie sehr überfordert ist, absolut ab. Was die Rolle des Trainers von Lee Gi-Young (A Bittersweet Life; The Foul King) betrifft ist diese genau so gelungen und Lee Gi-Young stellt diese auch auf eine gewisse Weise sehr charismatisch da.

Für mich ist Marathon auf jeden Fall erstmal ein schauspielerisches Highlight, denn die Besetzung ist hervorragend und alle Darsteller geben ihr Bestes. Was die technische Machart des Films betrifft so ist diese aller erste Sahne. Die Cinematographie ist wunderschön, denn Kwon Hyeok-Jun der er es versteht Bilder auf die schönste Art und Weise einzufangen und doch natürlich wirken zu lassen, präsentiert hier einem auch optisch schöne und klare Bilder.

Was die Erzählweise des Films betrifft so ist diese auch sehr gut gelungen und auch nicht all zu koreanisch dramatisch, da es sich schließlich auch um eine reale Geschichte handelt. Der Film schafft es die Probleme bei der Erziehung eines Autisten sehr gut darzustellen und so ein gutes Verständnis bei den Zuschauern zu erzielen. Ich denke auch der Film schafft durch seine sehr schöne und dezente Erzählart bestimmt bei vielen Kinobesuchern mehr Toleranz gegenüber Behinderten. Hin und wieder wird der Film doch ein wenig emotional aber das verleiht dem Film seine Wärme. Marathon wirkt aber nie künstlich oder überzogen, was oft vor kommt bei Filmen mit dieser Thematik, hier geht man weitaus dezenter vor. Durch die Rolle des Trainers werden in dem Film auch einige humorvolle Elemente eingestreut.

Marathon ist ein Film der einen bewegt, Spaß macht, zum nachdenken anregt und noch dazu leicht verdaulich ist, eben ein schöner Film den ich jedem empfehlen kann.


DVD

Die Limited Edition aus Korea ist wieder mal ein wahres Freudenfest, für jeden DVD Sammler. Die Packung strotzt nur vor Extras, von einen Handtuch zum Schweiß abwischen beim Marathon laufen bis zur Soundtrack CD ist alles dabei. Die DVD bietet einen ein gestochen scharfes Bild, mit unglaublich brillanten Farben, so was bekommt selten geboten und erhöht den Filmgenuss beträchtlich (anamorphic 1.85:1 Widescreen) . Der Ton ist sehr gut und als Dolby Digital 5.1 Surround verfügbar, da der Film aber nicht wirklich von Toneffekten lebt ist auch dieser nicht absolut ausgereizt. Der Untertitel ist gut lesbar und im einfachen Englisch gehalten. Wer sich für den Film interessiert, sollte sich wirklich nur die Korea DVD besorgen, weil diese wirklich perfekt in allen Punkten ist.


Special Features:

- Original Soundtrack CD
- Scenario Book
- Postcards
- Random autograph by director and actors
- Commentary by director and actors
- Making of Documentary
- Director`s 2 short films
- Real character Hyung-Jin
- About Autism
- Production Note
- Trailer
- Music Video
- Poster Shooting
- Still Gallery
- Track for Eye-disabled
- Track for Ear-disabled


Titel: Marathon
aka: 말아톤 / Running Boy
L/J: Südkorea 2005
Laufzeit: 115 Min
Regie: Jeong Yun-Cheol
Studio: Cineline II; ShowBox
Kinematographie: Kwon Hyeok-Jun
Genre: Drama

Darsteller:

Baek Seong-Hyeon
Jo Seung-Woo
Kim Mi-Suk
Lee Gi-Young


Besucher-Wertung
Note: 4.92 - Votes: 12





Film



Bild



Ton



Extras



Untertitel





Published: 12.08.2005
Korea Limited DVD

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