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Geschichte

Die Geschichte beginnt in einen Krankenhaus. Die zwei Geschwister Su-mi (Im Su-Jeong) und Su-yeon (Moon Geun-Young) werden nach einen langen Aufenthalt aus dem Krankenhaus entlassen. Der stets wortkarge Vater holt die beiden ab. Sie fahren wieder nach Hause auf ein Landhaus weit draußen irgendwo im Nirgendwo. Sie werden gleich von ihrer Stiefmutter empfangen, die nun die neue Hausherrin ist. Der Empfang ist alles andere als warm und die Spannung der Familie liegt förmlich in der Luft. Es brodelt unter der Oberfläche, aber keiner sagt was, es herrscht Kalter Krieg zu Hause. Zur angespannten Lage kommt noch hin zu das irgendwas im Haus nicht zu stimmen scheint. Nachts hört man schnelle Schritte, das knarren von Türen und einige andere seltsame Geräusche. Irgendjemand hat die Ziervögel der Stiefmutter getötet, die Ereignisse häufen sich, die Nerven der Familie liegen langsam blank und die Schuldzuweisungen beginnen.


Fazit

A Tale of Two Sisters ist ein wegweisender Film, der das Horror-Genre wieder belebt hat. Mit 3.110.000 Kino Besuchern, in den ersten fünf Wochen konnte der Regisseur Kim Jee-Woon (A Bittersweet Life) beweisen das man auch mit einen Horror Film wieder die Kinokassen klingeln lassen kann. Auch hat er den japanischen Horrorfilmen, die zurzeit als das non plus Ultra gelten, zeigen können das man auch hier mit Korea rechnen muss. Der Erfolg hat Hollywood ebenfalls aufmerksam gemacht, welche nun sich die Rechte an einen Remake gesichert haben, was natürlich völlig unnötig ist. Ich will nun gleich zum Punkt kommen, ich persönlich kann eigentlich Horrorfilmen nicht all zu viel abgewinnen, da sie mich meistens in keinster Weise inspirieren, berühren, faszinieren oder Gänsehaut bescheren. Es gibt da natürlich einige wenige Ausnahmen, von denen ich natürlich begeistert bin, aber das ist eher selten, da mich oft die Anspruchslosigkeit in diesem Genre zurück schreckt und das immer gleich gestrickte Muster, was benutzt wird, um mit den Ängsten der Menschen zu spielen. A Tale of Two Sisters ist einer dieser Ausnahmen, den ich empfand den Film als genial und schlichtweg als Meisterweg. Der Film hat Niveau, Stil, eine wundervoll durchdachte Geschichte und er hat es geschafft mir tatsächlich Angst zu machen. Der Plot ist sehr intelligent gestrickt und äußerst verzweigt, aber am Ende erhält man die schockierende Auflösung und einen wird erst dann die Genialität eines absolut perfekt durchdachten Konstrukts klar. Das alles wird durch eine unglaublich gute Cinematographie in Bildern gefasst, die erheblich zum gewissen Charme des Filmes beitragen. Die Bilder sind unheimlich ästhetisch, besonders weil alle Komponenten hier sorgsam ausgewählt worden sind, wie die Kleidung, der Bau-Stil der Villa und die vor allen die Einrichtung des Hauses. Man bekommt hier optisch auf jeden Fall was für das Auge geboten – grausam schön. Die Schauspieler liefern hier solide Arbeit, allen voran die Hauptdarstellerin Im Su-Jeong (…ing), welche ihren Part sehr überzeugen und glaubwürdig rüber bringt. Die Stiefmutter, gespielt von Yeom Jeong-A (H, The Big Swindle , Tell Me Something) bringt die klassische Rolle als böse Stiefmutter gekonnt auf die Leinwand und schafft es das jeder Zuschauer tiefe Hassgefühle für sie entwickelt. Die Geschichte des Films ist tief greifend und beschäftigt sich mit der Vergangenheitsbewältigung, Moral und der psychologischen Entwicklung in der Familie. Was passiert wenn man die schlimmsten Ereignisse die eine Familie durch gemacht hat nicht bespricht sondern diese unterdrückt, vertuscht und krampfhaft versucht so weiter zu machen wie bisher? Sie werden zu Geheimnissen die aber jeder der Familienmitglieder für immer in sein Unterbewusstsein versteckt hat und diese kommen zurück stärker als je zuvor, denn wie heißt es so schön die Vergangenheit holt einen immer ein. Dieser Film dreht sich um eben diese verheimlichte Vergangenheit der Familie, um ein Geheimnis was uns am Ende in all seiner wundervollen ausgearbeiteten Logik und Schrecklichkeit dargestellt wird. A Tale of Two Sisters ist eine wahre Perle die es zu entdecken gilt und eine absolute Empfehlung von mir, auch für alle nicht Horror Fans.


DVD

Die koreanische DVD kommt in einen schönen Digipack daher und ist sehr schön gestaltet. Das Bild der Korea DVD ist gestochen scharf, Kontrast und Farben sind perfekt abgestimmt, aber ganz selten ist das Bild etwas unruhig, das fällt aber kaum auf (Anamorphic Widescreen 1.85:1). Der Ton ist löblicherweise DTS in Dolby Digital 5.1 und verfügbar, ist absolut tadellos und erzeugt einen hohen Gruselfaktor. Die Dolby Digital Spur ist zwar gut, ist aber bei weiten nicht so gut wie die DTS Tonspur, darum also lieber den Film in DTS genießen. Die Extras sind wieder mal viele und natürlich wieder nicht untertitelt, aber sehr interessant besonders die 15 Deletet Scenes und das gute Making of lohnen sich. Der Untertitel ist ausgezeichnet, weil er in sehr einfachem Englisch ist, genau die richtige Geschwindigkeit hat und gut lesbar ist.


Special Features

  • 2 DVD Special Edition im Digipak
  • Director and Staffs Commentary
  • Deleted Scenes with Commentary
  • Making Documentary Film
  • Mun Geun-Yeong and Im Su-Jeong Movie Essay
  • Introduction to the Movie
  • Test Shooting
  • Interview with Casts (Kim Ji-Wun edited version)
  • Interview with Staffs
  • Open Set and Location
  • Phychologists View
  • Still Gallery
  • Theatrical Trailer
  • Music Video


Titel: A Tale Of Two Sisters
aka: 장화, 홍련
L/J: Südkorea 2003
Laufzeit: 115 Min
Regie: Kim Jee-Woon
Studio: Bom; Masulpiri Pictures; Big Blue Film, Cineclick Asia
Kinematographie: Lee Mo-Gae
Musik: Lee Byeong-Wu
Genre: Horror, Drama

Darsteller:

Im Su-Jeong
Kim Gap-Su
Moon Geun-Young
Yeom Jeong-A


Besucher-Wertung
Note: 4.76 - Votes: 29





Film



Bild



Ton



Extras



Untertitel





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Published: 22.08.2005
Korea DVD

























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