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Geschichte

Wir schreiben das Jahr 924, das Jahr in dem das vereinigte Shilla Reich kurz vor seinen Untergang steht. Ununterbrochen wird das Land von diversen Aufständen erschüttert und in der Regierung herrscht Korruption, sowie zügellose Dekadenz. Zu all diesen Missständen gesellt sich noch eine weitaus höllischere Plage – Dämonen. Diese böswilligen Dämonen suchen das geschundene Land heim, so dass man nirgendwo mehr sicher ist. Aus diesem Grund hat man eine Eliteeinheit in das Leben gerufen, die Dämonenjäger. Diese versuchen einen Putsch gegen die Korrupte Regierung durchzuführen, geraten aber letzten Endes alle in einen Hinterhalt und werden alle niedergemetzelt … alle bis auf einen. Der letzte überlebende Dämonenjäger YI Kwak (Jeong Woo-Sung) zieht seit diesen Desaster als Vagabund durch das Land. Eines Tages geschieht es das er in einen Konflikt mit Regierungssoldaten gerät und mit Mühe und Not entkommt. Schwer angeschlagen bricht er in einer mysteriösen Hütte zusammen. Dort driftet er in die Welt Joongcheon ab. Joongcheon ist eine Welt zwischen Erde und Himmel. Eine Welt in der die Seelen kürzlich Verstorbener für 49 Tage verweilen, damit diese sich auf die Reinkarnation vorbreiten können.


Fazit

Mit seinen fast 12 Millionen Dollar ist „The Restless“ einer der teuersten Produktionen aus Korea. Auch das Genre ist für Korea sehr gewagt, denn bei diesem Film handelt es sich um einen reinrassigen Fantasy Film, den es so in dieser Form noch nie aus Korea gab. Man hat hier keine Mühen gescheut asiatische Mythologie, wie sie in koreanischen Märchen üblich ist, auf die große Leinwand zu zaubern. Regisseur Jo Dong-Oh hat für sein Erstlingswerk auch ein wenig prominente sowie bewerte Hilfe aus den Ausland geholt. Da währe zum einen Shiro Sagisu aus Japan der für die Musik verantwortlich ist und schon bei Musa und Casshern bemerkenswerte Arbeit geleistet hat und aus China Wada Emi die z.B. für den großen Zhang Yimou die Kostüme in Hero entworfen hat.

Trotz alle dem blieb der erhoffte Erfolg dieses durchaus ambitionierten Werkes an den Kinokassen aus. Mit seinen 1.531.075 Kinobesuchern war „The Restless“ eher ein mäßiger Erfolg, aber auch alles andere als ein Flop. Warum das so ist kann ich eigentlich nicht ganz nachvollziehen, denn The Restless ist ein ziemlich rundes Werk was auf ein breites Publikum zu geschnitten wurde und auch mit diversen neuen Ideen daher kommt.

Vielleicht haben hier viele Leute einen reinen Swordsplay Streifen ala Swordsman Trilogie erwartet, der einen unendlich viel Action bietet. Nein „The Restless“ ist eher ein Fantasyepos und hat sehr märchenhafte Elemente, diese werden hier auch primär in den Fokus gerückt. Man will hier eine glaubhafte und stimmige Märchen/Fantasy Welt aufbauen. Gerade hier finde ich liegt auch die Stärke von „The Restless“. Man sitzt einfach nur noch staunend da und läst sich von der gelinde gesagt atemberaubenden Kulisse bezaubern. Hier wird durchweg für Abwechslung gesorgt und so werden einen endlose Grasebenen gezeigt, malerische Täler, licht durchflutet Wälder, mystische Städte, dunkle Festungen und vieles mehr. Das ganze wirkt dazu niemals künstlich wie z.B. in den maßlos überfrachteten „The Promise“. Die CGI Effekte wurden hier sinnvoll und schön eingesetzt, um Ideen zu realisieren wie sie anders nicht machbar währen. Ganz klar dieser Film ist mit einer der bildgewaltigsten Filme Koreas und einer der sich in dieser Hinsicht um keinen Vergleich mit Größen wie „Herr der Ringe“, „Hero“ oder gar „Curse of the Golden Flower“ scheuen muss.

Die Cinematography ist meistens eine der großen Schwächen koreanischer Filme mit starken Matrial Art oder Wuxia-Einlagen. Bei den wenigen Filmen wo diese gelungen war, hat man letztendlich auf einen chinesischen Choreographen zurückgegriffen (siehe The Legend Of Evil Lake). Regisseur Jo Dong-Oh hat sich hier aber trotz alle dem für den koreanischen Choreographen Kim Young-Ho(a) entschieden. Die Kämpfe sind vielleicht nicht viele, aber trotz alle dem wenn es zu diesen kommt haben sie meiner Meinung nach mit einer der besten Qualitäten die ich jemals im koreanischen Kino gesehen habe. Sie sind trotzdem typisch koreanisch, damit meine ich dass sie schnell, hart und brutal rüber kommen, aber die Schnitte sind nicht zu hastig und somit beleibt alles überschaubar. Von klassischen Duellen bis hin zu epischen Massenschlachten (einer gegen tausend) wird hier einen alles geboten. Die Kämpfe werden einen stets fantasievoll präsentiert und wirken niemals eintönig, denn man merkt, dass man hier viele Ideen hat einfließen lassen. Man hat sich hier und da natürlich bei den großen Vorbildern inspirieren lassen, aber es wirkt niemals offensichtlich, denn dafür wirkt „The Restless“ zu eigenständig und das ist gut so.

Was das Charakterdesign betrifft so ist dieses stimmig und alle Figuren wirken imposant und kultig. Leider kommt auch hier gerade die Schwäche des Films zum Vorschein. Man merkt wie viel Liebe in das Design der einzelnen Figuren gesteckt worden ist, aber es wird in diesen Film einfach nicht genügend Zeit für die jeweiligen Charaktere eingeräumt. Es ist nicht so das es störend wirkt, denn das Konzept geht schlussendlich auf. Die Geschichte wird logisch und stringent erzählt. Sie schafft es innerhalb von kurzer Zeit eine ganze Märchenwelt aufzubauen, mit samt ihren Bewohnern, Hauptakteuren und ihren jeweiligen Beziehungen unter einander. Bei 102 Min werden viele Sachen nur angeschnitten, was aber nicht heißt das der Film sehr oberflächlich wirkt, denn die Tiefe in dieser Geschichte ist durchaus vorhanden, aber es wird eben nicht auf alles eingegangen. Man folgt hier hauptsächlich den roten Faden bis zum bitteren Ende. Das hat den Vorteil das „The Restless“ vorzüglich unterhält, weil er einfach keine Längen aufweist, aber wiederum den Nachteil das der Geschichte eine gewisse Intensivität fehlt. Die Liebesgeschichte wirkt meines Erachtens darum in den Film manchmal auch ein wenig störend. Ihr wird zu wenig Zeit eingeräumt und damit das ganze trotzdem so glaubhaft wie möglich wirkt, bewegt diese sich sehr stark Richtung Kitsch. Trotz alle dem wirkt die Liebesgeschichte im Gesamtkonzept jetzt auch nicht völlig störend, denn wenn die Dramaturgie überhand nimmt, weiß Regisseur Jo Dong-Oh gekonnt das ganze in eine Actionszene überlaufen zu lassen ohne das der Erzählfluss gestört wird.

Die Schauspielerische Leistung die uns hier geboten wird, gibt sich stets routiniert, weil auch für mehr Entfaltung das Drehbuch gar nicht mehr hergibt. Jeong Woo-Sung passt, wie in Musa schon, sehr gut in die Rolle des Elitekriegers und verleiht der Figur soweit es geht die nötige Dynamik und Energie. Nur die weibliche Hauptrolle gespielt von Kim Tae-Hee, stört manchmal ein wenig, da sie während des ganzen Films fast nur am weinen ist oder kurz davor steht in Tränen aus zu brechen. Sie ist praktisch dafür da um für die Emotionen zu sorgen und das in kurzer Zeit, aber letztendlich gelingt ihr das auch halbwegs und lässt die Geschichte so auch plausibel wirken.

„The Restless“ ist schlussendlich vielleicht kein perfekter Film, aber auf jeden Fall ein guter Film. Wer Fantasy-Filme mag, den wird hier auch im wahrsten Sinne des Wortes „fantastisches“ geboten. Was uns hier geboten wird ist so fast kaum an Opulenz zu überbieten und ein reiner Augenschmaus, der in koreanischem Kino seines Gleichen sucht. „The Restless“ hebt sich doch ganz klar über den Durchschnitt des Genres ab und ist von mir eine ganz klare Empfehlung für Genre-Fans. Regisseur Jo Dong-Oh schafft es einen mit diesen gewaltigen und edlen Werk ohne weiteres den Zuschauer zu bezaubern und ich denke wir können alle gespannt sein was uns dieser Regiedebütant als nächstes bieten wird.


DVD

Die Korea DVD kommt in einen schönen Schuber daher und macht sich sehr schlank im Regal. Für Verpackungsfetischisten wird hier nicht viel geboten, denn hier gibt sich die DVD eher spartanisch. Das Bild der DVD ist sehr gut und bietet einen sehr gute Farben, aber auch eine leichte künstliche Unschärfe, die so auch beabsichtigt ist, um den traumhaften Effekt zu steigern (anamorph widescreen 2.35:1 – NTSC). Manchmal wirkt das Bild trotzdem ein wenig detailarm, das mag aber auch an den diversen Unschärfe und Farb-Filtern liegen. Der Ton ist gelinde gesagt brachial und kommt mit seiner DTS Tonspur klar verteilt, so wie effektvoll rüber (Dolby Digital 5.1 & DTS). Die Untertitel sind in gutem Englisch, leicht verständlich, klar sichtbar aber manchmal ein wenig zu schnell eingeblendet. Die Bonus DVD bietet in Gegensatz zu vielen anderen Korea DVDs nicht all zu viele Extras an, aber die wichtigsten, so wie das Making Of wo sich auf jeden Fall einen Blick lohnt.


Extras:

  • Feature with commentary
  • 49 Days Rebirth
  • Making Of
  • Characterizing
  • Visualizing
  • Teaser, Trailer, Music Video
  • Trailer for Cannes, Trailer for AFM


Titel: The Restless
aka: 중천
L/J: Südkorea 2006
Laufzeit: 102 Min
Regie: Jo Dong-Oh
Studio: CJ Entertainment; Nabi Pictures
Kinematographie: Kim Young-Ho(a)
Musik: Shiro Sagisu
Producer: Kim Seong-Su(e); Jo Min-Hwan
Story: Jo Dong-Oh
Genre: Märchenfilm/Drama/Fantasy

Darsteller:

Heo Jun-Ho
Jeong Woo-Sung
Kim Tae-Hee
Kim Young-Ho (a)


Besucher-Wertung
Note: 5 - Votes: 4





Film



Bild



Ton



Extras



Untertitel





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Published: 09.06.2007
Korea Special Edition DVD



























































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