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Geschichte

Auf einem mit Leichen übersäten Schlachtfeld wäscht ein Mädchen die Toten. Sie wird von einem älteren Jungen gefangen genommen, der sie für ein paar Brocken Essen zu seiner Sklavin machen möchte. Das Mädchen tut so, als ob sie damit einverstanden ist, rennt jedoch bei der nächsten Gelegenheit weg. Auf ihrer Flucht begegnet sie einer wunderschönen Zauberin. „Möchtest du eine Prinzessin werden, der die Männer einmal zu Füßen liegen werden?“, fragt sie. „Doch der Preis ist hoch, du wirst niemals eine glückliche Liebe erfahren.“ Trotzdem willigt das Mädchen in den Handel ein.

Jahre vergehen. Auf einem Schlachtfeld bereitet sich ein General auf die Entscheidungsschlacht vor und zieht seinen prächtigen Brustpanzer an. Der Gegner ist übermächtig. Erst die Geschicklichkeit eines jungen Sklaven sichert den verloren geglaubten Sieg. Noch in derselben Nacht wird der General zurück zu seinem König befohlen, dessen Palast von Feinden belagert ist. Der treue Sklave ist der einzige, der ihn auf dem Rückweg beglei-ten soll. Doch schon bald werden die Männer getrennt. In der Nacht erscheint dem General die schöne Zauberin. Sie warnt ihn davor, in die Stadt zurückzukehren, und weissagt, dass ein Mann in der Rüstung des Generals seinen König töten wird. Kurz darauf wird der Feldherr angefallen und schwer verletzt. Der Sklave findet ihn und verspricht, sich in der Rüstung seines Herrn in die belagerte Stadt durchzuschlagen. Dort hat der König gerade dem Anführer der Belagerer die Prinzessin als Preis für die Freiheit angeboten…

(Quelle: Berlinale)


Fazit

Wir haben hier einer teuersten Produktionen, die bis 2006 in Asien überhaupt gedreht worden ist. Das ganze mit einigen der besten Filmstars aus Korea, China und Japan. Die Regie führt der renommierte und zu Recht erfolgreiche Regisseur Chen Kaige, der neben Ang Lee und Zhang Yimou wohl zu den drei größten Regisseuren in China gehört. Was kann denn dann noch bei so einer groß angelegten Co-Produktion, mit so einen gewaltigen Potential schief gehen? Einiges. Der Film wurde von den meisten Kritikern zu recht zerrissen, aber meiner Meinung nach ist dieses Werk vielleicht enttäuschend, wenn man die oben aufgeführten Mittel beachtet, aber wenn man den Film ohne Hintergrundwissen angeht (was man machen sollte), ist er gar nicht mal so schlecht. Aber eins nach den anderen. Ich werde hier auf meiner Seite ein kleines Review wegen der nicht unerheblichen koreanischen Beteiligung schreiben (Der Hauptdarsteller in der Rolle als Sklave ist Jang Dong-Gun der Star von Taegukgi). Man darf bei The Promise nicht den Fehler begehen und einen Film der in Richtung Hero, Tiger & Dragon oder Seven Swords geht erwarten. The Promise ist anders. Der ganze Film ist irgendwie sehr skurril. Die Kostüme, die Kulisse und vor allem die Charaktere sind sehr überzeichnet dargestellt. Das ganze wirkt eher wie eine Parodie von Hero. Die Geschichte selber ist Prinzip aber alles andere als Witzig. Im Gegenteil, diese ist meiner Meinung nach sehr gelungen und bietet Stoff für ein klassisches Märchen. Leider ist die Erzählweise alles andere als gelungen. Irgendwo fehlt der nötige Ernst. Denn der Film will ein ergreifendes Epos sein, das untermalt er auch mit einem wirklich gewaltigen Soundtrack. Diese ergreifende Musik gepaart mit einer dramatischen Geschichte liegt im Widerspruch, mit einer Darstellung die an ein albernes Theater erinnert. Man weiß nun selber als Zuschauer nicht ob das ganze was man hier geboten bekommt nun ernst zu nehmen ist, oder einfach nur ein schlechter Scherz ist. Was die Effekte des Films betrifft so ist er überwiegend mit CGI-Effekten „überladen“. Der Film ist fast komplett am Computer entstanden und das sieht man leider. Die Effekte sind nicht schlecht, aber es ist einfach zu viel. Da die CGI Effekte fast den ganzen Film ausmachen, fällt es auf das die Qualität leider nicht immer gleich bleibend ist. Manchmal sieht es so ein wenig billig aus und liegt weit unter den Durchschnitt, was man heute geboten bekommt. Wie gesagt die Effekte sind sehr durchwachsen und gehen in THE PROMISE von sehr gut bis sehr schlecht. Was auch sehr störend ist, sind oft die billigen Kulissen die wie Pappe aussehen (was sie wahrscheinlich auch sind). Was die Schauspielerische Leistung betrifft so ist diese grandios. Alle Hauptdarsteller retten was zu retten ist und machen den Film sehenswert. Allen voran Cecilia Cheung ( Failan ). Sie spielt mit unheimlich viel Charme und weiß einen zu verzaubern. Jang Dong-Gun spielt seine Rolle als Sklave überzeugend und sehr ausdrucksstark. Nicholas Tse meistert seinen Part ebenfalls sehr gut und weiß als Bösewicht den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen. Die Kampfchoreographie ist sehr gelungen, besonders der letzte Kampf ist wahrlich gewaltig. The Promise hat also durchaus seine Qualitäten. Dieser Film ist von seiner Art her einzigartig, da er auch absolut schräg ist, vielleicht einfach zu schräg. Es kommt einen vor als ob Regisseur Chen Kaige etwas zu viel Drogen bei diesen Dreh genommen hat, denn das ganze wirkt alles wie ein abgedrehter Trip. Die eigenwillige Art des Films dürfte nicht jeder Manns Geschmack sein, meiner war es z.B. nicht. Gut unterhalten wurde ich alle mal, weil The Promise weißt keine Längen auf, aber ein Meisterwerk ist dieser Film in meinen Augen nicht. Regisseur Chen Kaige hat hier seine schlechteste Arbeit abgeliefert, obwohl er gerade hier hätte zeigen können was er kann.


DVD

Als DVD hatte ich die China DVD als PAL Version im DVD 9 Format (Also eine Single DVD). Es fällt einen als erstes auf das, dass Menü sehr schlecht animiert ist, da das Bild sehr grobkörnig ist. Was aber an dieser Version sehr positiv ist, das sie eine DTS und Dolby Digital 5.1 Tonspur hat. Der DTS Sound ist sehr wuchtig und überzeugt einen voll und ganz. Das Bild ist eben widescreen - PAL und das sieht man auch. Wahrscheinlich ist diese DVD die mit dem besten Bild. Das Bild ist gestochen scharf und hat sehr kräftige Farben. Der Untertitel ist sehr einfach und im tadellosen Englisch, aber etwas zu klein geraten. Extras sind keine nennenswerte vorhanden.


Titel: The Promise
aka: Die Reiter der Winde; 무극; Wu Ji
L/J: China, Südkorea, Japan 2005
Laufzeit: 102 Min
Regie: Chen Kaige
Studio: China Film Group; Moonstone Entertainment; ShowEast
Kinematographie: Peter Pau
Musik: Klaus Badelt
Producer: Chen Hong
Genre: Fantasy

Darsteller:

Cecilia Cheung
Hiroyuki Sanada
Jang Dong-Gun
Nicholas Tse


Besucher-Wertung
Note: 3.89 - Votes: 9





Film



Bild



Ton



Extras



Untertitel





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Published: 01.04.2006
Poster







Bilder aus dem Film













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