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Geschichte

Der junge und renommierte Rechtsanwalt Kim In Seo (Kim Min-Jong) reist auf die südliche Insel Geojedo, zu einer Werft um dort Patentrechtliche Fragen zu klären. Auf der Insel lernt er die weibliche Werftarbeiterin Hwa Yeon (Kim Yu-Mi (a)) kennen. Eines Tages ist sie so betrunken, nach ein Gelage mit den anderen Werftarbeiterinnen, das er sie nach Hause trägt.
Hier trifft er dann Hwa Yeon`s Großmutter, welche ihn die Geschichte ihrer Familie erzählt. So erzählt sie ihm wie sie auf der Insel einen Fischer geheiratet hatte und sie die Mutter von seiner gerade mal zwei Jahre jüngeren Tochter wurde. Ihr neuer Ehemann behandelte sie sehr schlecht, schlug sie regelmäßig und auch seine Tochter lebte unter ihren cholerischen Vater nicht glücklich, so dass Mutter und Tochter schnell gute Freundinnen in der gemeinsamen Not wurden.


Fazit

„Windmill Palm Grove“ ist ein reinrassiges koreanisches Drama, was einzig und allein darauf ist uns zu berühren. Hier liegt dann auch gleich das Hauptproblem des Filmes, denn der Film berührt einen zur keiner Minute. Obwohl die Ausgangsgeschichte und besonders die Location des Filmes definitiv mehr geboten hätten, schafft es Regisseur und Drehbuchautor Yu Sang-Wuk einfach nicht die richtigen Schwerpunkte im Film zu setzen. Des Weiteren sind die Figuren im Film schlecht ausgearbeitet, wirken in ihrer Konzeption teilweise einfallslos und ohne Tiefe. Aufgrund der Tatsache das der Film auf der etwas weniger bekannten Insel im Süden Koreas „Geojedo“ spielt, geht der größte Reiz des Filmes auch somit von seinen Drehort aus. Das erinnert an den Film My Mother, the Mermaid und nicht nur der Drehort ist ähnlich, denn genau wie bei „My Mother, the Mermaid“ erzählt der Film die Geschichte einer Familie, die auf der Insel lebt, in verschiedenen Zeitebenen. Dazu gesellt sich dann eine Liebesgeschichte mit dem jüngsten Mitglied der Familie, was die anderen Geschichten einklammert – genau wie bei „My Mother, the Mermaid“, bloß das das jonglieren zwischen den drei verschiedenen Zeitebnen und Geschichten niemals so gut funktioniert wie bei „My Mother, the Mermaid“. Vor allem sind die Qualitäten der verschiedenen Geschichten sehr unterschiedlich, besonders in Sachen Schauspielkunst und Dramaturgie.

Besonders der Teil des Filmes der die Vergangenheit der Familie beleuchtet und die Mitte des Filmes einnimmt, wirkt sehr störend, da er Qualitativ sehr viel schlechter als der Rest ist. Vor allem ist dieser Teil schauspielerisch richtig schlecht. Die Schauspieler in den anderen Teilen spielen schon nicht besonders, wirken stets verkrampft, halbherzig und unmotiviert, so dass man ihre Rollen und vor allem Gefühle niemals ernst nimmt, aber die Schauspieler die die Vergangenheit darstellen setzen auf reines overacting. Auch die Erzählweise im diesen Teil greift Tief in die Kiste aller möglichen Klischees, ist durchwegs „höchst“ dramatisch und melancholisch, so dass er oft fast schon ironisch und unglaubwürdig wirkt. So wirkt dieser Teil der Geschichte eigentlich wie eine überzogene Karikatur eines Korea-Dramas und es ist umso schlimmer wenn man merkt wie ernst sich dabei der Film nimmt. Man ist froh wenn dieser viel zu lange Teil des Filmes vorbei ist, aber man wird auch nicht das Gefühl los das die erzählte Geschichte den gesamten Film eigentlich kaum voran gebracht hat und unnötig war. Vor allem scheint sich Regisseur Yu Sang-Wuk in den Teilen seiner separat erzählten Geschichten zu verlieren und die anderen aus den Augen zu verlieren.

Die anderen Teile des Films kommen somit oft zu kurz und wirken unausgearbeitet. Die Handlung diverser Charaktere wirken oft sehr unglaubwürdig oder viele Reaktionen sind zu plötzlich, zu simpel und emotional.

Die wenigen Qualitäten die der Film besitzt sind einige schöne Bilder die der Film bietet und das liegt natürlich auch wie gesagt an den recht ansprechenden Drehort der Insel Geojedo. Bei der Cinematografie kann man kaum meckern, denn diese wirkt stets sauber und sehr professionell. Hier und da kriegen wir dann auch ein wirklich paar schöne Bilder geboten, welche niemals verkünstelt wirken, sondern natürlich schön – außer in der Vergangenheit hier wurden die Bilder mit Farbfiltern entfremdet. Die Musik ist wiederum ödes und typisches Dramatik Geklimper, was stellenweise sogar auf die Nerven geht.

„Windmill Palm Grove“ ist kein guter Film und keine Empfehlung. Das Drehbuch ist fast durch die Bank recht belanglos und somit zieht sich der Film. Insgesamt ist der Film ziemlich uninteressant erzählt. Meine Empfehlung ist das man „Windmill Palm Grove“ links liegen lässt und zu den sehr ähnlichen, aber in allen Belangen viel besseren, „My Mother, the Mermaid“ greift.


DVD

Die koreanische Limited Edition ist recht schick und kommt in einer ausklappbaren Box mit Magnetverschluss daher, der Film wird auf jeden Fall der viel versprechenden Verpackung nicht gerecht. Das Bild (anamorphic 2.35 Widescreen) ist einwandfrei, bloß wirkt es manchmal etwas grobkörnig, aber ansonsten weist es eine gute Schärfe auf und wunderbar realistische Farben sowie Kontraste. Der Ton (Dolby Digital 5.1) ist sehr klar, kräftig und gar nicht mal so schlecht auf die Boxen verteilt, es hätte vielleicht noch ein wenig dezenter verteilt sein können. Die Untertitel sind deutlich erkennbar, haben ein akzeptables Englisch sind aber stellenweise viel zu schnell. Extras bietet die DVD das üppige koreanische Standart und lohnt sich für all diejenigen die was mit diesem Film was anfangen konnten.


Extras:

Disc 1
  • Feature with commentary


Disc 2
  • Making Of
  • Premiere
  • Deleted Scenes
  • Interviews
  • Music Video
  • Posters
  • Trailer


Titel: The Windmill Palm Grove
aka: The Wind Mill Palm Forest; 종려나무 숲
L/J: Südkorea 2005
Laufzeit: 110 Min
Regie: Yu Sang-Wuk
Studio: Cham; Human Pictures; Lotte Cinema
Kinematographie: Gu Jae-Mo
Story: Yu Sang-Wuk
Genre: Drama

Darsteller:

Kim Min-Jong
Kim Yu-Mi(a)


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Film



Bild



Ton



Extras



Untertitel





Published: 13.08.2009
Korea Limited Edition

Film Bilder





























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