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Geschichte

Leafie, fristet ein trostloses Dasein als Legehenne auf einen Bauernhof, aber sie Träumt von der Freiheit. Eines Tages gelingt ihr die Flucht und die großartige weite Welt eröffnet sich ihr so wie sie es sich immer erträumt hatte. Als sie von einen Wiesel überfallen wird, rettet sie eine edle und starke Stockente, welche aber selber von dem Wiesel irgendwann, nach vielen vielen Kämpfen, getötet wird. Leafie adoptiert nach dem Tod der Stockente dessen Sohn, aber wie soll eine Legehenne eine Ente großziehen können … ?


Fazit

Zeichentrickfilme aus Südkorea sind rar, aber meistens aufgrund ihres ganz eigenen Charmes lohnend – so auch „Leafie, A Hen Into The Wild“. Mit seinen über 2,2 Millionen Kinobesuchern war dieser, zum größten Teil handgezeichnete Zeichentrick, aus dem Jahre 2011 der erfolgreichste Zeichentrick aus dem eigenen Land. Die Geschichte basiert auf ein populäres koreanisches Kinderbuch, so ist dieser Film auch primär für Kinder, aber dank seiner Qualität auch ein Film für die ganze Familie.

Es sind vor allem die ganz speziellen Zeichnungen die diesen Film sehenswert machen, gepaart mit seiner herzerwärmenden Geschichte, die ein Ode an die Liebe einer Mutter ist. Die Zeichnungen sind um es auf den Punkt zu bringen überaus klassisch koreanisch, das heißt insbesondere die Hintergründe wirken wie alte koreanische Malereien und orientieren sich somit nicht an westliche oder gar japanische Zeichentrickfilme. Der Film hat bei mir so oder so gleich Pluspunkte geerntet, weil er noch aus liebvollen 2D Handzeichnungen besteht und sich somit von den anderen Genrevertretern abhebt, die wie die Pixar Filme zu meist Computer animiert sind, denn meiner Meinung nach steckt in den mühevollen Handzeichnungen sichtbar mehr Liebe drinnen. Die Animationen der Figuren ist ebenfalls einwandfrei und sehr flüssig, was einen nicht verwundern sollte, denn in den Team von „Leafie, A Hen Into The Wild“ sind erfahrene südkoreanische Künstler am Werk gewesen, die schon für Pixar und Disney gearbeitet haben. So werden auf den Bildschirm teilweise wunderschöne Bilder mit ihren ganz eigenen Charme gezaubert. Wir begleiten unsere Hauptprotagonisten auf ihren Weg durch eine sehr schön animierte Natur, in all ihren Jahreszeiten und in all ihrer „koreanischen“ Schönheit.

Die Geschichte die dabei zum Tragen kommt, ist sehr liebevoll erzählt, aber auch typisch koreanisch dramatisch, sprich die kleinen Kinder in Korea werden anscheinend schon ziemlich früh, mit der koreanischen Melodramatik konfrontiert. Wenn „Leafie“ die Legehenne aus ihren trostlosen Dasein ausbricht und vom Bauernhof flüchtet, um in die große weite Welt zu ziehen und dabei die Schönheit der Natur und vor allem die Freiheit entdeckt, oder ihr Ziehsohn, die Ente „Greenie“ zum ersten Mal einen gewaltigen Entenschwarm sieht, der sich zum großen Flug Aufbruch bereit macht, hat das dank liebvoller Inszenierung, eine recht schöne Atmosphäre, die sich auch auf den Zuschauer überträgt. Auch an Ideen mangelt es den Film nicht, denn der Film ist wie es sich für einen ordentlichen Zeichentrick für Kinder gehört, angereichert mit diversen kleinen netten Ideen. Da die Ziehmutter von „Greenie“ ja keine Ente ist und nur eine Legehenne, muss er z.B. das Schwimmen, Tauchen und Fliegen von jemanden anderem lernen, was er auch tut – so lernt er das Fliegen von Fledermäusen und Eulen, das Schwimmen und Tauchen von Fröschen und Ottern und wird so unter den Enten ein außergewöhnlicher Meister seiner Disziplinen. Auch bei der Vielzahl an Figuren hat man Ideenreichtum bewiesen und für genügend Abwechslung gesorgt. Jede Figur im Film wurde sehr liebevoll gestaltet und hat ihr gewisses Etwas, wenn nicht gar manchmal etwas skurriles. Die Hauptfigur „Leafie“ muss man einfach gern haben, auch aufgrund ihrer verträumten Synchronisation, gesprochen von Moon So-ri, aber ihre Figur ist von Anfang an tragisch, trotz der Freuden die sie in der Freiheit erlebt, wird klar gemacht das sie eben nur eine Legehenne ist und in der freien Wildbahn kaum mehr als Verachtung findet, es ist ihre große mütterliche Liebe die sie ungeheuer groß macht, wodurch sie ihre Anerkennung verdient und diesen Film zugleich einen Großteil seiner wichtigsten Botschaft verleiht.

Das „Leafie, A Hen Into The Wild“ der erfolgreichste südkoreanische Zeichentrick ist, ist für mich nachvollziehbar, denn es ist ein kleiner schöner Zeichentrick mit Herz, der sich des Weiteren stets aber dezent seinen Herkunftsland bewusst ist, was ihn dann auch Südkorea mit seinen zahlreichen Kinobesuchern gedankt hat. Aber der beste Zeichentrick aus Korea ist er in meinen Augen gewiss nicht, da fand ich z.B. Oseam und Yobi, the Five Tailed Fox, welche ja auch für Kinder und Erwachsene gemacht worden sind, in allen Belangen stets einen Ticken besser, sprich was die Zeichnung, die Atmosphäre und Geschichte betrifft, aber diesen beiden war leider kein so großer Erfolg vergönnt wie „Leafie, A Hen Into The Wild“, vielleicht lag es am schlechten Marketing, oder vielleicht lag es an der einfacheren, klassisch gehaltenen und zugänglicheren Geschichte von „Leafie, A Hen Into The Wild“ ? - wie auch immer „Leafie, A Hen Into The Wild“ ist trotzdem ein weiterer sehenswerter, guter und vor allem schöner Zeichentrick aus Südkorea, allein schon aufgrund seines getreuen und einzigartigen koreanischen Zeichenstiles. So hat auch „Leafie, A Hen Into The Wild“ wie alle koreanischen Zeichentricks was ganz spezielles, was ihn einmalig macht und nicht austauschbar wie irgendwelche Animes aus Japan oder Pixar Filme vom Fließband aus Amerika.


DVD

Die koreanische DVD kommt in einen schönen bunten Schuber daher, der zwar Lust auf den Film macht, aber nicht ganz den Zeichenstil des Filmes wiedergibt. Das Bild (1:85:1 Widescreen) der DVD ist absolut tadellos, es hat kräftige und schöne Farben, eine sehr gute Schärfe – hier wäre nur eine Steigerung mit Blueray möglich, welche auch zu diesen Film erhältlich ist, wo ich es auch bereue nicht diese Version gehabt zu haben. Der Dolby Digital 5.1 Surround ist typisch koreanisch, sprich wieder ohne großartigen Differenzierungen auf die Boxen, aber er hat einen schönen satten sauberen Klang. Die Untertitel sind einen kleinen Tick zu schnell, das Englisch ist nicht immer ganz einfach und die Sätze ebenfalls etwas verschachtelt, aber man kommt mit der Handlung mit, das Schriftbild selber ist klar und deutlich. Extras hat die DVD nicht viele und die interessanten sind ohne Untertitel und somit leider kaum von wert.

Anzumerken ist noch das die deutsche Version,
von Ascot Elite Home Entertainment, aufgrund einer ziemlich stark geschnittenen Fassung nicht zu empfehlen ist !!!!!


Special Features:

  • Interviews
  • Music Video
  • Trailer


Titel: Leafie, A Hen Into The Wild
aka: Hen Comes Out of the Yard; Liefi - Ein Huhn in der Wildnis
L/J: Südkorea 2011
Laufzeit: 94 Min
Regie: Oh Seong-Yun
Studio: Lotte Entertainment; Myung Films; Odolttogi
Kinematographie: Lee Jong-Hyeok(c)
Musik: Lee Ji-Soo(b)
Story: Hwang Seon-Mi(b)
Genre: Zeichentrick; Drama

Darsteller:

Choi Min-Sik
Mun So-Ri
Yu Seung-Ho


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Film



Bild



Ton



Extras



Untertitel





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Published: 23.12.2012
Film-Poster

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