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Geschichte

In den 30er Jahren finden sich im Fernen Osten ein Zugräuber, ein Kopfgeldjäger und ein Flüchtling zusammen: "The Weird" (Song Kang-ho) stiehlt eine mysteriöse Schatzkarte. "The Bad" (Lee Byung-hun) wird dafür bezahlt, diese zurückzuholen und "The Good" (Jung Woo-sung) jagt beide, um seinen Lohn aufzubessern. Auf den Fersen sind ihnen skrupellose Banditen und eine faschistische, japanische Armee.


Inhaltsangabe von der deutschen DVD bei
Splendid-Entertainment


Fazit

Ein koreanischer Western mit Banditen, Revolverhelden und Spagettiwesternphilosophie im Stile eines Sergio Leone – kann so was gut gehen, ist so was überhaupt machbar? Aber ja und zwar sogar wunderbar. Regisseur Kim Jee-Woon schuf mit seinem Werk sogar den erfolgreichsten koreanischen Film im Jahre 2008 und trumpfte hier mit einer sensationellen Besucherzahl von sieben Millionen Kinobesuchern auf. Sein letztes Werk A Bittersweet Lifewar eher nur ein Export-Erfolg im Westen und man warf Regisseur Kim Jee-Woon vor zu europäisch orientierte Filme zu drehen. Seine Neigung für das westliche Kino drückt er nun mit seinem neusten Werk „The Good, the Bad, the Weird“ weiterhin aus. Aber Regisseur Kim Jee-Woon präsentiert uns hier nicht einfach ein simples Remake des Sergio Leone Klassikers „The Good, the Bad and the Ugly“ (zu Deutsch: „Zwei glorreiche Halunken“), nein er vermengt gekonnt klassische Eastern-Elemente mit Western-Elementen. Hört sich schräg an, aber die Rechnung geht auf, denn das Ergebnis ist einfach herrlich. Mit „The Good, the Bad, the Weird“ hat Regisseur Kim Jee-Woon wohl einer der unterhaltsamsten und kurzweiligsten koreanischen Filme geschaffen, denn selten habe ich einen koreanischen Film wie diesen gesehen der einen ca. 124 Minuten gekonnt mit sehr viel Action und einer gehörigen Portion Humor unterhält, denn der Film nimmt sich selten ernst und parodiert das Western Genre, aber auch einwenig das Eastern Genre.

Die Geschichte ist recht einfach gestrickt und dient hauptsächlich als Rahmen für ausgedehnte Action-Szenen in denen es dann auch gewaltig kracht. Typisch koreanisch, ist der Film nicht ganz zimperlich und so spritzt reichlich Blut. Die Geschichte selber wirkt aber niemals all zu platt oder störend, denn Regisseur Kim Jee-Woon hat stets drauf geachtet bei all der Action auf die kleinen Nuancen zu achten, so dass der Film mit diversen kleinen, zu meist satirischen, Anspielungen angereichert ist und seinen Figuren haucht er genügend Menschlichkeit ein um sie interessant wirken zu lassen.

Lee Byung-Hun sorgt in seiner Roll als „The Bad“ für viel Stil, Coolness und im Falle des weiblichen Publikums für eine gehörige Portion Sexappeal. Er macht das so herrlich übertrieben dass es schon wieder gut ist. Trotz alle dem verleiht Regisseur Kim Jee-Woon diesen Bösewichten genug Profil um ihn nicht als platten Bösewicht dastehen zu lassen. Song Gang-Ho als „The Weird“ spielt wieder mal den etwas Schrägen Typen und sorgt für reichlich Humor, so dass er den ganzen Film gehörig auflockert und man sich im Kino oft in schallenden Gelächter wieder findet. Jeong Woo-Sung hat in diesen Dreiergespann eher die undankbare Rolle des rechtschaffenden Helden - „The Good“ bekommen, wobei er in der koreanischen Interpretation nicht ganz als wirklich Guter durchgeht, trotz alle dem kommt seine Figur am blassesten weg, was auch daran lieg das Jeong Woo-Sung einwenig dem intensiven Schauspiel von Lee Byung-Hun und Song Gang-Ho unterliegt. Nichts desto trotz die schauspielerische Performance ist in diesen Film natürlich bei so vielen Stars auf einen Haufen weit über den Durchschnitt und mein Meckern bewegt sich auf hohem Niveau.

Der Look des Films liegt zwischen den eines modernen Hochglanz Westerns ala „Todeszug nach Yuma“ und einen trashigen Hongkong Streifen ala „Die Schlange im Schatten des Adlers“. Insgesamt wirkt der Film aber in seiner Aufmachung überwiegend recht edel, bloß die nervige Wackelkamera wirkte doch einwenig störend, bei den vielen Action-Szenen, aber es war immer noch im Bereich des erträglichen. Zu all dem gesellt sich eine passende Musik die das Geschehen gezielt und gekonnt unterstreicht, indem sie stets die richtige Stimmung erzeugt.

„The Good, the Bad, the Weird“ bereitete mir einen heiden Spass und der Film vergeht trotz Überlänge wie im Flug. Insgesamt mag dieses Werk einen nicht all zu lange in Erinnerung bleiben, denn dafür ist es zu kurzweilige Unterhaltung, aber es bleibt richtig gute Unterhaltung auf hohem Niveau. Bei diesen Film stimmt fast alles, der Humor, die Action – bis eben auf die Wackelkamera, die Bildsprache, die temporeiche Erzählweise, die guten Schauspieler, zum Teil einige nette innovative Ideen und vor allem das sich der Film nicht zu ernst nimmt. Lustig ist auch hier das der koreanische Nationalismus einwenig aufs Korn genommen wird und die Koreaner mit einen Augenzwinkern sich selber nicht all zu ernst nehmen. Ich denke trotz seiner Leichtigkeit und seinen alleinigen Ziel den Zuschauer so gut wie möglich zu unterhalten wird „The Good, the Bad, the Weird“ stets ein einzigartiger Film bleiben, allein aufgrund seiner Genrewahl. Eins ist aber klar mit „The Good, the Bad, the Weird“ hat Regisseur Kim Jee-Woon auf jeden Fall einen der besten Unterhaltungsfilme Koreas geschaffen und ist für all diejenigen die auf Spaß, viel Action und ein bisschen Gewalt aus sind ohne dabei allzu viel ihr Hirn anzustrengen eine klare Empfehlung.


DVD

Da ich den Film im Kino mit englischem Untertitel gesehen habe bleibt hier ein DVD-Review aus. Die Untertitel sind gut, da das Englisch recht simpel ist, das Tempo gut ist und die Schrift stets klar sichtbar ist.


Titel: The Good, the Bad, the Weird
aka: 좋은 놈, 나쁜 놈, 이상한 &
L/J: Südkorea 2008
Laufzeit: 124 Min
Regie: Kim Jee-Woon
Studio: CJ Entertainment; Barunson Entertainment; Grimm Pictures
Kinematographie: Lee Mo-Gae
Musik: Dal Palan
Producer: Choi Jae-Won(a)
Animation: Jeong Do-An; Lee Hee-Kyung
Story: Kim Jee-Woon; Kim Min-Seok
Genre: Action-Western

Darsteller:

Jeong Woo-Sung
Lee Byung-Hun
Oh Dal-Su
Song Gang-Ho
Uhm Ji-Won


Besucher-Wertung
Note: 5 - Votes: 4





Film



Untertitel





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Published: 13.11.2009
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