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Geschichte

Nachdem der Sänger Sang Kyu (Jo Seung-Woo) und der Gitarist Man Sik (Cha Seung Woo) mit ihren jeweiligen Bands durch das koreanische Army-Town gezogen sind und dort ihre Erfahrungen gesammelt haben, stoßen sie irgendwann aufeinander und beschließen sich zu einer sechsköpfigen Band namens „Devils“ zusammenzutun. Die „Devils“ fühlen sich bald zu höheren berufen und machen sich auf in die Hauptstadt Seoul, um dort an einen Musikcontest teilzunehmen. Im Contest gewinnen sie dann tatsächlich einen Preis und vor allem einen Ruf in Seoul. Die Auftritte der Band werden aber erst richtig populär als sich Mimi, ein Fan und Groupie der aller ersten Stunde, entschließt als Go-Go-Tänzerin die Stimmung aufzuheizen. Bald lebt die Band von einen geregelten Einkommen und heizt die Stimmung in den angesagtesten Nachtclubs von Seoul ein, aber die guten Zeiten nehmen bald ein Ende, denn die koreanische Militär-Diktatur beschließt das sie dieser „dekadenten“ Lebensweise, die sich in ihren Land breit gemacht hat, einen Riegel vorschieben will.


Fazit

Let`s Rock n Roll – bloß auf koreanisch. Regisseur Choi Ho (a) präsentiert uns hier eine Ode an die siebziger Jahre und den Rock n Roll in Korea. „Go Go 70s“ ist ein reinrassiger Musikfilm, denn die Musikszenen machen den Hauptbestandteil des Filmes aus. So lebt der Film auch hauptsächlich von seiner Musik und vor allem von der Inszenierung der Auftritte. Die Qualität der Musik und der Inszenierung steigert sich dabei stetig im Film. Was dafür eindeutig bei dem Film zu kurz kommt ist die Geschichte, denn diese ist etwas dünn. Auch kann man sich kaum mit den Figuren im Film identifizieren, da es ihnen an der nötigen Charakterausarbeitung fehlt und auch an den richtigen Schauspielern. „Go Go 70s“ mangelt es erheblich an schauspielerischer Intensität, währe diese Vorhanden hätte es den Film ungemein aufgewertet. Vor allem Jo Seung-Woo in der Rolle als Frontmann war meiner Meinung leicht fehlbesetzt, denn ihn fehlt es an den nötigen Charisma, Energie und Leidenschaft. Die restlichen Darsteller sind da schon besser, werden aber zu wenig in den Fokus gesetzt und können sich somit zu wenig austoben. Der Schauspieldebütant, Cha Seung Woo, welcher der Frontsänger der koreanischen Band „The Moonshiners“ und zugleich Gitarist der koreanischen Punk-Band „No Brain“ ist, macht hier am meisten was her, denn er spielt hier mit dem meisten Elan, was evtl. daran liegt das er eben ein echter Musiker ist und die ganze Sache mit mehr Herz angeht. Was Shin Mina betrifft die hier auf diversen Postern und Covern des Films als Lockvogel verkauft wird, so sollte man auch nicht all zu viel erwarten, denn außer das sie wie immer recht souverän und routiniert spielt kann man ihr kaum was zu gute halten und die filmische Sexbombe ist sieh hier bestimmt nicht.

Da das Geschehen des Films lose auf einer wahren Geschichte beruht, birgt die Story abseits neben der Musik doch noch einige interessante Aspekte. Regisseur Choi Ho (a) zeigt uns gegen Ende des Filmes hin wie hart es war unter einer Militärdiktatur die Hippie Zeiten in Südkorea aufleben zu lassen, da diese in Südkorea doch recht rigoros unterdrückt worden sind. Der Film zeigt aber auch mit all seiner Kraft das es nicht immer gelang und das das rebellische Rock n Roll Herz in der Unterdrückung am heißesten glühte.

Was die Bilder im Film betrifft, so wirken diese stimmig und erzeugen das richtige Feeling der damaligen Zeit. Die Kostüme, Frisuren und die Settings wirken alle professionell und stimmig. Besonders die Ausleuchtung der einzelnen Gigs ist recht gelungen und taucht das Bild in einem schönen Rot. Auch insgesamt macht die Cinematografie vor allem durch ihre schöne Belichtung was her und ist neben den sehr gut inszenierten Auftritten der Band einer der Stärken des Filmes.

„Go Go 70s“ ist vielleicht nicht das Gelbe von Ei, aber an sich ein netter Film. Das Problem ist das der Film einen selten richtig mitreißt und das sollte ein Film über Rock n Roll schon, nur zwei bis drei Szenen wissen einen wirklich zu packen – das ist zu wenig. Auch die Musik ist nicht unbedingt durchwegs gelungen, aber steigert sich wie gesagt in ihrer Qualität. Die Geschichte packt hier einen sicherlich nicht und die Charaktere sind zu blass, es sind einzig und allein die Gigs der Bands, die hier den Film ausmachen, aber diese reichen aus um die 120 Minuten im Film zu füllen, so dass sich der Film selten zieht und trotz seiner offensichtlichen Schwächen unterhalten kann. Vor allem sei erwähnt das das Ende genial ist und wahrlich fetzt, die Inszenierung und Musik ist hier auf ihren Höhepunkt und die vorhandene Energie ist ansteckend - das ist richtiger Rock n Roll, so dass ich soweit gehen würde das sich der Film allein wegen den Ende auf jeden Fall einen Blick lohnt. Reinschauen kann man mal bei „Go Go 70s“, aber unbedingt gesehen haben muss man den Film bestimmt nicht.


DVD

Das koreanische Zwei-Disk-Set kommt in einen netten Schuber daher, was uns mit einen recht viel versprechendes Cover lockt, welches nicht ganz hält was es verspricht. Das Bild (anamorphic widescreen 1.85:1) ist sehr gut, da es uns wunderbare Farben liefert, tolle Kontraste hat und eine sehr gute Schärfe besitzt. Am Bild gibt es also kaum was zu meckern, außer das es manchmal einwenig Detailarm in machen Szenen ist. Der Ton (Dolby Digital 5.1) ist durchschnittlich und solide, aber das ist zu wenig für einen Musikfilm, denn der Sound hätte ruhig besser verteilt auf die Boxen ankommen können. Ansonsten ist der Ton recht sauber, aber eben leider ohne nennenswerte Effekte. Die Untertitel sind zwar in eingermassen verständlichem Englisch und gut lesbar, aber oft viel zu schnell, das man genötigt wird die Pause Taste zu drücken. Die Extras sind viele und auf jeden Fall einen Blick wert, allein wegen den Deleted Scenes und den Making Of, natürlich wieder mal alles ohne Untertitel.


Extras:

Disc 1
  • Feature with commentary


Disc 2
  • Making Of
  • Rock n Roll
  • Deleted Scenes
  • Music Video
  • Interviews
  • Concert
  • Gogo Dance
  • Premiere
  • Poster Making
  • Photo Gallery
  • Trailer


Titel: Go go 70s
aka: 고고70
L/J: Südkorea 2008
Laufzeit: 120 Min
Regie: Choi Ho(a)
Studio: Bokyungsa; ShowBox
Kinematographie: Kim Byeong-Seo
Musik: Bang Jun-Seok
Story: Choi Ho(a)
Genre: Musikfilm

Darsteller:

Jo Seung-Woo
Shin Mina


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Film



Bild



Ton



Extras



Untertitel





Published: 26.04.2009
Korea DVD

Film Bilder







































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