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Geschichte

Ji Su (Uhm Jung-Hwa) ist eine Single um die dreißig, die einmal den Traum hatte eine berühmte Pianisten zu werden. Ihr Idol war niemand geringeres als Horowitz, aber ihr Traum scheiterte und das Schicksal nahm einen ganz anderen Lauf. Nun ist sie eine Musik-Lehrerin mit einer eignen Schule, in denen sie kleinen Kindern das Klavier spielen beibringt. Eines Tages wird der Straßenjunge Gyung Min (Sin Ee-jae ) einer ihrer Schüler, da er überraschendes und überdurchschnittliches Talent offenbart. Ji Su setzt nun ihre ganze Hoffnung in Gyung Min, um zu Ruhm zu kommen und all denen die an ihr gezweifelt haben es zu zeigen.


Fazit

“For Horowitz” war ein Debütfilm des Regisseur Kwon Hyeong-Jin, aus dem Jahre 2006, welcher bei den Kritikern recht positive ankam und meiner Meinung nach weitgehend zu Recht. Ein Meisterwerk ist der Film dennoch nicht, da sich in “For Horowitz” einige Elemente tummeln die nie so recht zum Film passen wollen. So ist der Film z.B. mit einigen unpassenden Slapstick Humor Einlagen angereichert, die erstens nicht richtig witzig sind und nicht mit den restlichen Elementen im Film harmonieren, so dass bestimmte Figuren die für den Slapstick im Film zuständig sind eher wie Fremdkörper im Film wirken.
Das trübt den Filmgenuss, aber niemals soweit das es die Qualitäten des Filmes überwiegt. “For Horowitz” bleibt ein kleiner schöner Film, vor allem ist das der Schauspielerin Uhm Jung-Hwa zu verdanken, die hier nicht nur fabelhaft aussieht, sondern auch eine ihrer besten schauspielerischen Leistungen präsentiert. Ihr Können überschattet dann auch alle anderen Darsteller im Film, denn es gibt im ganzen Film eigentlich keine Figur und keinen Darsteller der ein ähnliches Interesse weckt wie ihre Rolle. Das liegt aber nicht unbedingt immer an den Schauspielern, sondern meistens an dem überzogenen Charakterdesign mancher Figuren, was direkt den ernsthaft ausgearbeiteten Figuren gegenübersteht und das mag dann eben nicht so recht funktionieren. Überhaupt ist das Drehbuch hier und da ganz gut, aber weist an einigen Stellen doch offensichtliche Schwächen auf, abgesehen von einigen etwas platt dargestellten Figuren ist die Handlung oft sehr vorhersehbar und wirkt stellenweise etwas konstruiert, andererseits überzeugt die Erzählweise des Filmes durch ein gutes Tempo und einer liebenswerten Umsetzung – der Film hat Herz und das wiegt einiges auf.

“For Horowitz” mag zwar ein kleiner Debütfilm sein, aber die Bildsprache des Filmes ist sehr professionell und beschert uns hier und da einige wirklich schöne Bilder. Vor allem weiß die Cinematografie Uhm Jung-Hwa stets ins beste Licht zu rücken. Die Cinematografie wirkt stets sehr klar und sauber, bloß manchmal wird ein leicht übertriebener Bloomeffekt benutzt um gewisse Szenen hervorzuheben. Ansonsten bietet uns der Film eine schöne Belichtung und ein paar besonders schöne Momente, die aus einen Bilderbuch hätten stammen können. Die Musik spielt in den Film natürlich eine wichtige Rolle und ist somit auch immer präsent, so dass der Film stets mit reichlich Klaviermusik bestückt ist. Manchen wird das reine Geklimper zu trocken sein, aber wer Klaviermusik mag wird auf seine Kosten kommen und stellenweise wird dann das Klavier auch von anderen Instrumenten begleitet und wir bekommen einen gewohnt unterstützenden Soundtrack zu hören.

Am Ende wird “For Horowitz” typisch koreanisch melodramatisch und kitschig, aber es bleibt gerade so im Bereich des verkraftbaren. Regisseur Kwon Hyeong-Jin ist es auch hoch anzurechnen das er in seinen Debutfilm einen kleinen Jungen als zweiten Hauptdarsteller ins Licht rückt, denn Kinderschauspieler sind stets was Heikles. Aber Sin Ee-jae macht seine Rolle ganz gut, er ist nicht überragend aber sein Spiel ist ausreichend um seine Figur überzeugend rüber zu bringen. Die schauspielerischen Defizite von Sin Ee-jae gleicht dann Uhm Jung-Hwa gekonnt aus, so das sie stets unterstützend bei Sin Ee-jae wirkt.

Trotz seiner vielen Schwächen ist “For Horowitz” ein sehenswerter und vor allem liebenswerter Film. Allein Uhm Jung-Hwa Schauspiel animiert einen den Film bis zum Ende anzuschauen und diverse schöne Momente im Film verleihen dem Ganzen stets das gewisse Etwas. Somit fällt “For Horowitz” in die Klassifizierung kleiner netter und schöner Film, mit gewissen Ecken und Kanten.


DVD

Ich hatte von den Film die Limited Edition DTS 3 Disk Edition, welche technisch sehr überzeugend war. Ich habe die erste Disk angeschaut, also die „Theatrical Version” somit beziehen sich auch meine Kritiken allein auf diese Version. Das Bild der DVD (anamorphic widescreen 1.85:1) ist sehr scharf, bietet tolle Farben, super Kontraste und einfach nichts zum Meckern. Der Ton ist als Dolby Digital 5.1 verfügbar und DTS Tonspur, welche ich getestet habe. Die DTS Tonspur besitzt einen gut platzierten Bass, ein sehr klaren und sauberen Ton, aber es fehlt wieder eine etwas bessere Verteilung und auch effektvoller hätte die Tonspur sein können. Die Untertitel sind in einen recht einfachen Vokabular, sie sind klar sichtbar und das Tempo ist meistens O.K. und nur stellenweise ein kleinwenig zu schnell. Die Extras sind üppig und lohnen sich einen Blick, auch wenn sie meistens keine Untertitel besitzen.


Extras:

Disc 1:
  • Theatrical Version (109mins)


Disc 2:
  • Director`s Cut (114mins)
  • Feature with commentary


Disc 3:
  • Making Of
  • Documentary
  • Kid Story
  • Digital Actor
  • Dreaming Horowitz
  • Music
  • VIP Premiere
  • Music Video
  • OST
  • Photo Gallery
  • Trailer


Titel: For Horowitz
aka: My Piano; 호로비츠를 위하여
L/J: Südkorea 2006
Laufzeit: 109/114 Min
Regie: Kwon Hyeong-Jin
Studio: Sidus; ShowBox
Kinematographie: Hwang Dong-Guk
Musik: Lee Byung-Woo
Producer: Cha Seung-Jae; Kim Mi-Hee
Story: Kim Min-Suk
Genre: Musikdrama

Darsteller:

Park Yong-Woo
Uhm Jung-Hwa


Besucher-Wertung
Note: 5 - Votes: 1





Film



Bild



Ton



Extras



Untertitel





Published: 01.10.2009
Korea Limited Edition

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