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Geschichte

Der verstoßene adlige Nae Kyung (Song Gang-Ho) lebt zusammen mit seinen Sohn und Schwager, fernab von der Hauptstadt in einen idyllischen Exil, am Meer. Nae Kyung wird in seiner bescheidenen Hütte immer wieder von Leuten aufgesucht, die ihn um sein Talent bitten – den Charakter des Menschen anhand seines Gesichts zu deuten, denn Nae Kyung liest innerhalb von Sekunden aus dem Gesicht einer Person, wie in einen offenen Buch. Seine Unfehlbarkeit und Zielgenauigkeit spricht sich schnell herum, sodass ihn die Gisaeng Yeon Hong (Kim Hye-Su(a)) aufsucht und ihn für ihr Etablissement in der Hauptstadtstadt gewinnen will. Nae Kyung kann ihren Angebot nicht wiederstehen, allein schon darum weil er endlich wieder was vernünftiges im Bauch haben will und so zieht er, zusammen mit seinen Schwager, in die Stadt, während sein Sohn, der strikt gegen das Gesichtslesen ist, ebenfalls sich auf in die Stadt macht, um eine Beamtenlaufbahn einzuschlagen. In der Hauptstadt spricht sich ebenfalls ziemlich schnell das Talent von Nae Kyung herum und gelangt bis an dem Hofe des Königs, welcher nun auch an seinem Talent interessiert ist…


Fazit

Was für ein opulentes und ausladendes Werk! Welch großes Kino! „The Face Reader“ war mit seinen über 9 Millionen Kinobesuchern einer der erfolgreichsten Filme Südkoreas aus dem Jahre 2013 und das absolut zu Recht. Regisseur Han Jae-Lim zaubert hier einen Film mit großartigen Bildern an die Wand, die einen schnell gefangen nehmen, vor allem da sie mit einen herrlichen Soundtrack untermalt sind. Schauspielerisch ist der Film aller erste Güte, denn der Film fordert viel Können von allen Beteiligten und diese geben alles was sie können. Das beindruckt umso mehr bei so großen, talentierten und fähigen Schauspielern wie Song Gang-Ho, Kim Hye-Su(a), Lee Jeong-Jae und einigen mehr, welche allein schon ein Grund sind sich diesen Film anzuschauen.

Dennoch hat der Film in meinen Augen ein Makel. Der Verlauf und der Spannungsbogen des Filmes ist sehr klassisch gehalten, sprich wie viele koreanische Historienepen, ist der am Anfang leicht, unbeschwert, sogar lustig und kippt ab der zweiten Hälfte sehr in das absehbare melodramatische Ende, welches hier ein wenig ausufernd ist und gewiss gestrafft hätte werden können, aber die grandiosen Schauspieler federn diese Schwäche im Drehbuch gekonnt ab und münzen das Ganze schon fast wieder in einige tolle und denkwürdige Szenen um.

Was aber „The Face Reader“ neben seinen guten Darstellern und opulenten Bildern noch sehr sehenswert macht, sind seine interessanten Figuren, die wunderbar inszeniert worden sind, seine stets spannende Erzählweise und seine guten Dialoge. Der Film zieht einen gleich zu Beginn in seine Welt hinein und alle Figuren in Film haben ihren eigenen Charakter und somit ihren ganz eigenen Charme.

Die Geschichte rund um den „Face Reader“ und sein Talent ist eine interessante Idee, aber letzten Endes wendet sich der Film ab der zweiten Hälfte zu einen typischen Intrigen Film am Königspalast hin, wie wir sie schon all zu oft gesehen haben, was dann nicht all zu sehr stört da dies schließlich weiter auf sehr hohen Niveau gespielt wird, aber mir persönlich hätte eine kleinere Geschichte rund um den „Face Reader“ weitaus mehr zugesagt, als eine weiteres Königsdrama aus der Joseon-Dynastie, denn man muss ehrlich sein auch „The Face Reader“ gewinnt diesen etablierten Genre in Korea nichts mehr Neues ab.

Das ist aber meckern auf sehr hohem Niveau, weil ich trotz alle dem sehr begeistert vor meinen Fernseher saß und diesen handwerklich rundum gelungenen Film doch sehr genossen habe. Vor allem hat „The Face Reader“ seinen Genrekonkurrenten eins voraus, das er ihnen zumeist was die Diversität der Kulissen und Figuren betrifft oft überlegen sein dürfte, denn die meisten Filme spielen oft nur am Königshofe, aber „The Face Reader“ ist hier nicht gerade geizig und überschwemmt einen mit einer Flut von schönen Kostümen, verschiedenen Schauplätzen und diversen schillernden Figuren – und all das bringt Regisseur Han Jae-Lim wunderbar unter einen Hut.

„The Face Reader“ ist für all jene eine Empfehlung die Kostümfilme mögen und den großen koreanischen Kino zugeneigt sind. Aber an seinen Genrekollegen aus dem Kino-Vorjahr 2012 Masquerade oder The Concubine reicht „The Face Reader“ nicht ganz heran, aber er ist würdiger Nachschub. Viel falsch machen kann man bei diesen Film auf jeden Fall nicht, denn er ist voller Qualitäten, die alle zur Geltung kommen und einen schnell über die Schwächen des Filmes hinweg sehen lassen.


DVD

Ich hatte von dem Film die koreanische Blu-Ray zur Verfügung, welche bei diesem Film aufgrund seiner Bilder ein Muss ist. Das Bild (2.35:1) der Blu-Ray ist einfach nur noch berauschend, denn es beindruckt durch seine brillanten Farben, seiner überragenden Schärfe und seinen vollendeten Kontrasten. Die DTS-HD Tonspur ist zwar koreatypisch nicht unbedingt gut auf die Boxen verteilt, aber dafür sehr klar, kräftig, sauber und bietet hier und da sogar einige Effekte. Die Untertitel sind in einem sehr guten Tempo, klar sichtbar, sowie in sehr guten und verständlichen Englisch. Die Extras sind nicht viele, aber durch das „Making Of“ gewiss sehenswert.


Special Features:
  • Beginning
  • Production
  • Making Of
  • Trailer


Titel: The Face Reader
aka: 관상
L/J: Südkorea 2013
Laufzeit: 139 Min
Regie: Han Jae-Lim
Studio: Jupiter Films; ShowBox
Story: Kim Dong-Hyeok(b)
Genre: Historiendrama

Darsteller:

Kim Hye-Su(a)
Lee Jeong-Jae
Song Gang-Ho


Besucher-Wertung
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Film



Bild



Ton



Extras



Untertitel





Published: 03.05.2014
Poster

Film Bilder





































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