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Geschichte

China, im Jahre 1448: Für die aufstrebende kaiserliche Ming Dynastie ist die benachbarte Joseon Dynastie von König Sejong ein Hindernis für die flächendeckende Eroberung und Expansion ihres Reiches. Sie verlangt deshalb vom Nachbarland die komplette Unterwerfung. Um sich vor einem drohenden Krieg zu schützen und um das bereits verloren gegangene Land zurück zu erobern, entwickelt König Sejong hinter verschlossenen Türen eine sagenumwobene Geheimwaffe auf Basis der Feuerwaffen-Technologie: die erste raketengestützte Pfeilkanone "Singijeon". Als die Chinesen von Sejongs Plan erfahren, versucht Chinas Herrscher mit aller Macht und Härte, die Fertigstellung dieser Wunderwaffe zu verhindern und löst damit eine Kettenreaktion der Gewalt aus, die in einer alles entscheidenden Schlacht endet.


Inhaltsangabe von der deutschen DVD bei
Splendid-Entertainment


Fazit

„The Divine Weapon“ wartet mit einer interessanten Thematik aus der koreanischen Geschichte auf und ist wohl einer der aufwendigsten und opulentesten Filme die ich bisher aus Korea gesehen habe. Was Kostüme, Kulissen, Actionszenen und orchestralen Soundtrack betrifft, so beeindruckt der Film. Auch war der Film mit seinen 3,7 Millionen Kinobesuchern einer der erfolgreichsten Filme aus dem Jahre 2008, in Korea. Trotzdem sollte man seine Erwartungen ein wenig zurückschrauben, den ein Meisterwerk ist dieser Film gewiss nicht, dazu hat er neben den genannten Aufwand zu viele Makel, die wie so oft wieder mal am Drehbuch liegen und die ganze pompöse Inszenierung einwenig zunichte machen. Wichtig ist auch das man den Film nicht all zu ernst nimmt, denn der Film ist kein reinrassiger Historienepos, sondern eher ein Zwischending aus Historienepos, Actionfilm, Kostümfilm, Klamauk, Drama und einer starken Tendenz weg von realistischen Historienfilm, hin zum klassischen Swordsplay Movie, besonders ab der Mitte des Filmes. Viele dieser verschiedenen Elemente wollen nicht so recht ineinander greifen, vor allem der Humor bzw. der Klamauk im Film wirkt stets fehl am Platz und ist vor allem meistens auch nicht witzig. So weiß man besonders am Anfang nicht so recht was mit dem Film anzufangen und kann sich kaum für das Gesehene begeistern, besonders da die Geschichte sehr flapsig erzählt wird, wobei der gigantische Aufwand stets präsent ist und nicht ganz zu der überzogenen Darstellung passt. Sobald einen aber klar wird das dieser Film einfach nur ein Unterhaltungsfilm der höheren Liga ist, und man seine ernste Herangehensweise und das Verlangen auf Realismus aufgibt, kann man seinen Spaß mit diesem Film haben. Es ist auch keine Seltenheit das ein Mann gegen hundert Gegner kämpft, oder das unser Held ziemlich weit durch die Lüfte springt, wie man es aus einen klassischen Eastern aus Hongkong gewohnt ist, bloß eben einen Tick bodenständiger, eben ein bisschen koreanischer, aber bestimmt nicht realistischer. Diverse Logikfehler reihen sich dann auch in den Film ein, aber sobald man sich darauf versteift hat man so oder so schon bei „The Divine Weapon“ verloren.

Trotz diverser Makel lohnt sich dieser Film, allein wegen seines gigantischen Endes, denn das fetzt gewaltig und schindet Eindruck, es heißt also dran bleiben. So erleben wir gigantische Schlachten, tolle choreographierte Kämpfe (die ungewöhnlich gut für koreanische Verhältnisse sind), ein gigantisches Feuerwerk und und …
Überhaupt steigert sich der Film zusehends zum Ende hin, welches fast eine halbe Stunde andauert, denn am Anfang zieht sich der Film und weist oft einige Leerläufe auf, die erst zum Ende hin abnehmen. Die größte Stärke des Films neben seinem Ende ist aber natürlich die aufwendige Cinematografie. Die Bilder wirken auf einen stets beeindruckend und lassen das alte Korea wieder auferstehen. Hier passt fast alles, die Kulissen, die Kostüme, die Effekte, der Schnitt, die Blickwinkel usw.. Wir bekommen tolle Massenszenen geboten, gute gemachte Kampfszenen, einige wirklich schön inszenierte Momente und all das untermalt mit einem sehr guten Soundtrack. Der einzige Makel an der Cinematografie, der mich aber doch recht gestört hat, war das viele aufwendige Kampfszenen, oder überhaupt groß inszenierte Szenen im Dunklen gefilmt worden sind, so dass man oft nicht all zu viel erkennt und der Aufwand wahrlich in der Finsternis erstickt.

Einer der größten Schwächen des Films ist aber das man zu den meisten Figuren in der Geschichte keinen Zugang findet und wenn überhaupt erst sehr spät. Das liegt zum einen sicherlich an dem schwachen Drehbuch, aber auch an der mäßigen schauspielerischen Leistung im Film. Fast alle Schauspieler wirken in ihren Spiel recht platt, überzogen und ein wenig unmotiviert. Vor allem Jeong Jae-Young wirkt hier in der Hauptfigur fehlbesetzt und unglaubwürdig. Er spielt in „The Divine Weapon“ nicht die Hauptfigur sondern Jeong Jae-Young und versäumt es diesmal einwenig sein Ego zurückzustellen. Die einzige Schauspielerin die mich hier in den Film halbwegs überzeugt hat war Han Eun-Jeong (a), da sie einigermaßen natürlich spielte und auf ihre Art auch recht hübsch anzusehen war, ohne wie eine Diva zu wirken. Trotzdem ist ihre Leistung nichts überragendes, sondern gute Standartkost, was man leider von den restlichen Darstellern nicht behaupten kann.
„The Divine Weapon“ lebt wirklich fast nur von seiner Inszenierung, aber den Figuren in der Geschichte fehlt es an Tiefe, sie wirken alle nicht wirklich gut ausgearbeitet und eher wie 0815 Charaktere, die ziemlich auswechselbar sind und in jeder 0815 Geschichte passen würden. Der größte Hauptdarsteller ist die Rakete, denn die schönsten Momente ergeben sich bei der Herstellung, Forschung und beim Einsatz der feurigen Geschosse. Umso weiter sich die Rakete im Film entwickelt umso mehr band das Geschehen einen vor dem Fernseher.
Die Darstellung der Feinde, also der Chinesen und den mandschurischen Stämme, ist nicht ganz ernst zu nehmen, da diese wie alles recht oberflächlich und ein wenig überzogen rüberkommen. Chinesen könnte der Film einwenig sauer aufstoßen, denn der Film gibt sich in seinen Gut und Böse Schema recht undifferenziert.

Klar „The Divine Weapon“ hätte mehr sein können, aber auch weniger, denn der Film bleibt ein guter Film und vor allem ein würdiges Denkmal an eine herausragende historische Leistung Koreas. Ein Meisterwerk ist der Film sicherlich nicht, dazu hat er zu viele Schwächen und darüber kann auch der ganze Aufwand nicht hinwegtäuschen. Die Schwächen liegen hauptsächlich in den etwas zu flapsigen Drehbuch und den teilweise recht unmotivierten Darstellern. Man darf den Film einfach nicht all zu ernst nehmen. Am Ende bleibt ein toller Unterhaltungsfilm mit einem interessanten historischen Hintergrund.


DVD

Die koreanische DVD kommt in einen recht soliden aber nichts sagenden Schuber daher. Technisch ist die DVD sehr gut. Das Bild (anamorph widescreen 2.35:1 – NTSC) ist sehr farbenprächtig, hat super Kontraste, reichlich Details, eine gute Schärfe, aber ist manchmal einwenig unruhig. Der Ton (habe die DTS Tonspur getestet) fetzt und ist sehr effektvoll, bloß die ganzen Zwischentöne kommen einwenig zu kurz, aber ansonsten beeindruckt der Sound, besonders in den großen Szenen ist der Ton gut verteilt. Die Untertitel sind zwar gut sichtbar und in einigermaßen verständlichem Englisch, aber immer einen Tick zu schnell. Die Extras haben sehr viel Inhalt, aber nützen einen ohne Untertitel diesmal kaum was.


Extras:

Disc 1
  • Feature with commentary


Disc 2
  • Making Of (1448 Sejong 30 Years)
  • Space
  • Shingijun
  • Real
  • Trailer


Titel: The Divine Weapon
aka: Shingijun; 신기전
L/J: Südkorea 2008
Laufzeit: 134 Min
Regie: Kim Yu-Jin
Studio: KnJ Entertainment; CJ Entertainment
Kinematographie: Byeon Hee-Seong
Musik: Jo Seong-Wu
Producer: Kang Wu-Seok
Story: Lee Man-Hee(b)
Genre: Action /Comedy/Drama/History

Darsteller:

Ahn Seong-Gi
Heo Jun-Ho
Jeong Jae-Young


Besucher-Wertung
Note: 3.4 - Votes: 5





Film



Bild



Ton



Extras



Untertitel





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Published: 29.03.2009
Poster

Film Bilder





































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