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Geschichte

Park Kyung-won (Jang Jin-Young) Traum war schon immer das Fliegen. Schon als kleines Kind packte sie unbändige Begeisterung, wenn sie ein Flugzeug am Himmel gesehen hat. Da die Möglichkeiten in ihren eignen Land begrenzt sind, reist sie nach Japan, um sich dort in der Flugakademie einzuschreiben. Während Ihrer Ausbildung lernt sie den jungen Offizier Ji-hyuk (Kim Ju-Hyeok) kennen. Als sie herausfindet, dass er auch ein Koreaner ist, beginnen die beiden schnell für einander Zuneigung zu entwickeln. Sie bricht nach einer weile fast jeden Rekord, an ihrer Akademie, und wird in Japan zu einer der berühmtesten weiblichen Piloten. Es ist wird für Park Kyung-won schnell klar das sie sich mit der berühmtesten japanischen Pilotin Gibe Masako (Yu Mina) messen muss. Der Konkurrenzkampf zwischen den beiden spitzt sich zu sehnst zu und endet schließlich in einen lebensgefährlichen Duell, in dem beide für einander lernen den Kontrahenten mit Respekt zu begegnen und Freunde werden. Die politische Situation in Japan fängt an sich immer mehr zu ändern, denn der zweite Weltkrieg steht bevor. Die Lage für Koreaner, die in Japan leben, wird immer problematischer, da neue Feindbilder auf allen Seiten entstehen. Park Kyung-won die anfängt einen Langstreckenflug nach Korea zu planen, findet, gerade in diesen Zeiten der Unruhe, für das plötzlich aufkommenden Heimweh-Gefühle, in der Öffentlichkeit wenig Begeisterung geschenkt. Für das Vorhaben was sie „Blue Swallow“ nennt, ist sie nun auf die Hilfe japanischer Freunde angewiesen.


Fazit

Blue Swallow ist ein Film der in Korea bei der Presse in absoluter Ungnade gefallen ist, dass leider nicht ganz zu unrecht. Der Film wurde aber meiner Meinung nach in Korea wegen einigen Gründen zu Unrecht, absolut herunter gemacht, so dass auch das Publikum den Film keine Chance lies. Vor allem warf man den Film vor zu Pro-Japanisch zu sein. Was ich absolut nicht verstehen kann, da der Film sehr liberal gedreht worden ist und ich das sogar als einer der Stärken des Films sehe. Hier werden keine verzerrten Feindbilder wiedergegeben, aber man schafft es trotzdem kritische Untertöne unter zu bringen, die an Korea und Japan gerichtet sind. Des Weiteren kursierten kurz vor der Veröffentlichung des Films im Internet Gerüchte, das die Dargestellte Pilotin Park Kyung-won sogar eine Kollaborateurin gewesen währe und ihr koreanisches Vaterland für das japanische Empire verraten hätte. Die Gerüchte nahmen immer mehr überhand. Das alles fand ich persönlich den Filmmachern etwas unfair gegenüber, aber trotz alle dem ist ihnen dann doch ein gewaltig großer Schnitzer bei ihrer Recharche passiert. Kurz bevor der Film in den Kinos schon mit all der schlechten Kritik starten sollte, stellte sich heraus das Park Kyung-won gar nicht die erste weibliche koreanische Pilotin war. Kwon Ki-ok die für die chinesische Luftwaffe gegen die Japaner kämpfte, war in Wirklichkeit die erste koreanische Pilotin (Quelle: Asiandb). Das macht einiges am Film kaputt, da der Film somit seine Kernaussage und Glaubwürdigkeit verliert. Man hat beim schauen nun dauernd einen Nachgeschmack, das hier ein Helden-Porträtierung entsteht das so gar nicht stimmt.

Jetzt will ich natürlich trotz alle dem auf den Film an sich eingehen, der eigentlich gut gemacht ist. Man merkt ihn seine teuere Produktion an und sollte sich darum einfach auf den Film einlassen, denn irgendwo ist jeder Film nur Fiktion. Blue Swallow sieht nämlich vor allem verdammt gut aus. Der Film besteht aus sehr vielen nostalgischen Momenten und fängt wunderschöne Szenen ein, wobei diese einfach schon fast zu viele hintereinander sind. Leider merkt man förmlich, dass diese schönen Momente in solcher Fülle nur dargestellt werden, um am Ende mit einem grausamen Schluss alles zu zerschlagen und somit eine überzogene Melodramatik zu erzeugen. Das ganze Konzept wirkt auf den Zuschauer dann doch etwas zu künstlich inszeniert.

Die Cinematography des Films ist einer der größten Stärken des Film und Zugleich einer der größten Schwächen. Im Großen und Ganzen sieht der Film sehr schön aus und weis einen durch sehr schöne Bilder zu beeindrucken. Gerade aber bei den Flugszenen sind die CGI Effekte eher mäßig. Technisch gesehen bewegt sich der Film von brillant bis hin zu billigen B-Movie Niveau.

Schauspielerisch gibt sich der Film ebenfalls als zweischneidiges Schwert. Die Hauptdarstellerin Jang Jin-Young wirkt in ihrer Rolle etwas hölzern und man nimmt ihr die Rolle als erste weibliche Pilotin, die das Fliegen zu ihrem Lebensinhalt gemacht hat, nicht immer ganz ab. Kim Ju-Hyeok der die Rolle des Offiziers spielt und die männliche Hauptrolle für die Liebesgeschichte der Pilotin in diesen Film darstellt, überzeugt hingegen mit seinen herzhaften, melancholischen und leidenschaftlichen Spiel voll und ganz. Auch die vielen japanischen Darsteller spielen sehr gut und harmonieren perfekt mit ihren koreanischen Kollegen. Schade eben, dass gerade die Hauptrolle sich mit den restlichen Darstellern nicht ganz messen kann, denn das schadet dem Film doch ein wenig.

Was die Geschichte betrifft so ist sie eigentlich wie ein klassisches koreanisches Melodrama gestrickt, mit einer schönen Liebesgeschichte, welche eben als Hintergrund eine historische Kulisse hat und den Zuschauer wundervoll das damalige Zeitgefühl wiedergibt. Das ganze wirkt zwar hin und wieder etwas klischeehaft, aber weis durch seine aufwendige Aufmachung zu überzeugen. Gegen Ende wird der Film plötzlich unerwartet brutal. Es kommen Folterszenen vor die wirklich nichts für schwache Nerven sind, denn diese werden äußerst schonungslos dargestellt und können selbst den hart gesottensten Zuschauer auf den Magen schlagen.

Am Ende bleibt ein sehr schwer zu beurteilendes Werk übrig, das voller Schwächen ist, aber auch vieler Stärken. Schlecht ist der Film auf gar keinen Fall und Langeweile kommt auch niemals auf, obwohl der Film eine beachtliche Länge von 133 Min hat. Man wird gut unterhalten. Trotz alle dem kann man nur sagen das der Film ganz „nett“ ist, aber weit entfernt von einen Meisterwerk bleibt. Gesehen haben muss man diesen Film nicht.


DVD

Das Bild der Single Korea DVD ist mäßig (2.35:1 anamorphic Widescreen NTSC). Es bilden sich deutliche Treppeneffekte, das ist besonders bei der Schrift zuerkennen. Auch fehlt dem Bild ein wenig Schärfe. Die Farben sind dafür kräftig und haben einen sehr guten Kontrast. Der Ton ist als Dolby Digital 5.1 verfügbar und ist besonders bei den Fugszenen sehr wuchtig, hier gibt es nicht viel zu meckern. Die Untertitel sind in einem guten Tempo, aber das Englisch wirkt manchmal ein wenig verkorkst. Extras waren auf der Singel DVD außer dem Musik Video keine vorhanden, dafür ist diese Version natürlich weitaus preiswerter. Die Film DVD der Limited Edition unterscheidet sich zur Single Version technisch nur das sie eine DTS-Tonspur besitzt. Die Extras der Limited Edition sind sehr umfangreich, hier gibt es nichts zu beanstanden.

2 DVD Limited Edition

  • 1

    Poster
  • 2

    Postcards
  • 3

    Photobook

Disc 1

  • Audio Commentary by director and casts

Disc 2

  • Pre-production
  • Production
  • Post-production
  • Promotion


Titel: Blue Swallow
aka: 청연
L/J: Südkorea/Japan 2005
Laufzeit: 133 Min
Regie: Yun Jong-Chan
Studio: Korea Pictures
Kinematographie: Yun Hong-Sik
Musik: Michael Staudacher
Producer: Kim Jae-Young
Story: Yun Jong-Chan
Genre: Historiendrama

Darsteller:

Jang Jin-Young(a)
Kim Ju-Hyeok
Kim Tae-Hyeon
Nakamura Toru
Yu Min(a)


Besucher-Wertung
Note: 5 - Votes: 2





Film



Bild



Ton



Extras



Untertitel





Published: 25.07.2006
Korea Limited DVD

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