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Geschichte

Die attraktive Kunststudentin Sun-hwa wartet vor einem Gebäude auf ihren Freund, als plötzlich ein fremder Mann auftaucht und sie sexuell belästigt. Einige Soldaten bringen den Fremden zu Boden und zwingen ihn, sich zu entschuldigen. Doch der Unbekannte denkt nicht einmal daran, worauf Sun-hwa ihm ins Gesicht spuckt. Nun schmiedet der Mann einen finsteren Racheplan. Die junge Frau wird von ihm durch einen hinterhältigen Trick in die Prostitution gezwungen. Noch kann sie nicht ahnen, dass ausgerechnet der Fremde ihr Zuhälter ist. Für Sun-hwa beginnt ein leidensvoller Weg.


Fazit

Kim Ki-Duk hat mit Bad Guy einer seiner rohesten und härtesten Filme geschaffen. Der von der Presse hochgejubelte und zu gleich verhasste Regisseur hat mit diesem Film ein sehr intensives Werk geschaffen. Bad Guy ist ein Film der alles andere als harmonisch ist, er schockiert und zeichnet sich durch seine außergewöhnliche Gewalt aus. Diese Gewalt wird hier aber als Ausdrucksmittel benutzt. Kim Ki-Duk hat aber im Grunde wenn man den Film genauer betrachtet einen Liebesfilm geschaffen. Menschen niedrigsten Status, Menschen die in der Gesellschaft den untersten Staus eingenommen haben und eigentlich nur noch gequälte Seelen besitzen, haben auch die Fähigkeit zu lieben. Der Hauptdarsteller Jo Jae-Hyeon spielt seine Rolle hervorragend und bringt die Rolle eines gequälten Menschen absolut glaubwürdig rüber. Er redet in den ganzen Film gerade mal zwei Sätze. Die Gefühle die ihn beherrschen sind aber durch seine Gestik und besonders durch seinen Blick unglaublich gut ab zu lesen. In seinen Augen spiegelt sich Hilflosigkeit, unbändiger Hass, Sehnsucht und eine sehr starke Aggressivität wieder. Was die Hauptdarstellerin Seo Won(a) betrifft so hat sie den schwierigen Part zu meistern im Laufe des Films den Wandel von einer fröhlichen und glücklichen Studentin in eine gebrochene und zerstörte Frau zu meistern. Am Anfang wirkt ihr Spiel ein wenig hölzern, aber später wirkt sie sehr überzeugend. Wenn man bedenkt das, dass ihre erste große Filmrolle war, ist ihre Leistung fantastisch. Hier können sich viel renommierte Schauspieler eine dicke Scheibe abschneiden. Kim Ki-Duk schafft es im Gegensatz zu seinen bisherigen Werken und auch späteren Werken mit Bad Guy einer seiner dynamischsten Filme zu produzieren. In diesen Film geschehen in Vergleich zu seinen anderen Werken Unmengen von Dingen, Entwicklungen und es gibt auch mehrer Nebenhandlungen. Die Genialität seiner frühren Werkes wie z.B. „The Isel“ erreicht Bad Guy aber noch lange nicht, vielleicht gerade aus dem Grund das Kim Ki-Duk bei diesen Film mehr Ereignisse in seinen Film gepackt hat. In „The Isel“ lässt er sich viel mehr Zeit eine beklemmende aber zu gleich unglaublich schöne Atmosphäre zu schaffen. Die Schönheit und Ästhetik macht in Bad Guy vollkommen der bedrückten, depressiven und aggressiven Atmosphäre platz. Wer aber Kim Ki-Duk Werke verstehen will ist mit Bad Guy als Einstiegswerk am besten beraten, denn hier ist z.B. seine Definition von Liebe am besten nach zu vollziehen und man weiß in seinen anderen Filmen worauf er hinaus will. Bad Guy lässt sich im Gegensatz zu anderen Filmen trotzdem unheimlich viel Zeit für das fortschreiten der Geschichte und der Charakterentwicklung. Alleine, dass wieder mal nicht all zu viel geredet wird, fordert vom Zuschauer selber die vermittelten Gefühle in der Darstellung alleine zu interpretieren und somit erhebt Kim Ki-Duk einen gewissen Maß an Anspruch. Allen Zuschauern mit schwachen Nerven rate ich diesen Film wegen den sehr heftigen Gewaltszenen ab und eventuell auch allen konservativen Feministinnen, denn diesen dürfte das Ende nicht gefallen. Am Ende bleibt ein sehr intensiver und eindrucksvoller Film zurück, den man sich in Erinnerung behält, aber nicht unbedingt ein schöner Film.


DVD

Den Film hatte ich auf der deutschen DVD von E-M-S gesehen und ein Vergleich zur Koreaversion hatte ich nicht. Das Bild ist mäßig, da es einen leichten Blaustich hat, wenige kräftige Farben und leichte Unschärfe ( Widescreen 1,85:1 (anamorph) ). Die deutsche DVD punktet aber beim Ton, denn diese ist in tadellosen und kräftigen DolbyDigital 5.1 vorhanden und das in Deutsch und auch in Koreanisch. Die Extras sind wegen ihren Interviews lohnenswert, da sie auch deutsche Untertitel verfügen. Was die Untertitel der DVD betrifft sind diese sehr gut sichtbar, einfach lesbar und sinngemäß gut übersetzt.


Special Features

  • Interviews
  • Originaltrailer
  • Making of Featurette
  • Videoclips
  • Bildergalerie
  • Textinterview mit Kim Ki-Duk


Titel: Bad Guy
aka: 나쁜 남자
L/J: Südkorea 2001
Laufzeit: 103 Min.
Regie: Kim Ki-Duk
Studio: CJ Entertainment; LJ Film
Kinematographie: Hwang Cheol-Hyeon
Musik: Park Ho-Jun
Producer: Lee Seung-Jae
Story: Kim Ki-Duk
Genre: Drama

Darsteller:

Choi Deok-Mun
Jo Jae-Hyeon
Kim Jeong-Yeong
Kim Yun-Tae
Seo Won(a)


Besucher-Wertung
Note: 4.64 - Votes: 11





Film



Bild



Ton



Extras



Untertitel





Published: 17.01.2006
Deutsche DVD

































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