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Geschichte

Ji Ho (Ha Ji-Won) Traum ist es eine weltbekannte Pianisten zu werden und so hat sie eine lange Zeit im Ausland studiert. Aber ihre Träume zerbrechen in einer entscheidenden Nacht, denn während eines wichtigen Konzerts scheitert sie an Lampenfieber. Nach diesem herben Rückschlag entschließt sie sich wieder zurück in ihre Heimatprovinz, nach Korea, zurückzukehren. Dort wird sie wieder erwarten seit Jahren sehnlichst von ihren alten Grundschulkameraden Soong Ryong (Cha Tae-Hyeon) erwartet. Soong Ryong war einst ein schlauer Schüler, aber seit einem tragischen Umfall, in seiner Kindheit, hatte er geistig bleibende Schäden davongetragen. So wurde aus Soong Ryong der Dorftrottel der Provinz. Die hübsche Ji Ho erkennt in Soong Ryong trotzdem schnell eine unschuldige und herzerwärmende Naivität und vor allem sein durch durch gutes Herz. So kümmert sich Soong Ryong um sein einzig verbliebenes Familienmitglied, seine jüngere Schwester Jee In (Park Ha-Seon ), in dem er ihren Lebensunterhalt fördert, dadurch das er einen Toaststand betreibt. Jee In aber schämt sich das ihr Bruder der allseits bekannte Dorftrottel ist.


Fazit

Mitte Dezember, es ist kalt, alles ist verschneit und als ich fröstelnd am Abend nach Hause kam, hatte ich auch das Bedürfnis ein koreanisches winterliches Melodrama anzuschauen und da kam „BA:BO“ gerade recht.

Regisseur Kim Jeong-kwon wärmt hier im Grunde eigentlich nur seinen meisterlichen Film A Man Who Went to Mars auf, denn die Ähnlichkeiten und Parallelen sind nicht zu übersehen. Auch in „A Man Who Went to Mars“, welcher auch in einen Dorf im Winter spielte, ging es schon um einen Dorftrottel und seine Beziehung zur Dorfschönheit, bloß würde man „BA:BO“ einwenig Unrecht tun ihn einfach als seelenlosen Abklatsch abzutun. Regisseur Kim Jeong-kwon verleiht nämlich „BA:BO“ dennoch seine eigene Note und reichert den Film mit zwei Nebenplots, sowie einigen anderen Schlüsselfiguren an.

Vor allem zeichnet sich der Film wieder mal dadurch aus das Regisseur Kim Jeong-kwon mich gekonnt zu Tränen gerührt hat. Ja – sein Film ist höchst manipulativ, allein die Figur des zurückgebliebenen Dorftrottel ist einzig und allein darauf zugeschnitten als simples Emotionsvehikel zu dienen – und die Rechnung geht auch voll auf. So konnte auch ich die aufkommenden Tränen gegen Ende des Films nicht zurückhalten und somit ist es einen stellenweise fast egal, dass es einen bewusste ist das der Film nur darauf aus war und auch der Kitsch ist hier nicht zu verhehlen, denn er ist gut gemacht. Die Figur des BA:BO (was im koreanischen soviel wie Dorftrottel bedeutet) wird nicht unbedingt kritisch beleuchtet, wie z.B. die Behinderung der Hauptfigur in „Marathon“ thematisiert wird, nein hier wird diese Figur einzig und allein für die Dramatik benutzt und das werden evtl. viele Leute, zurecht, den Film vorwerfen.

Die anderen Geschichten und Figuren neben BA:BO wollen aber nicht so recht überzeugen, da sie einwenig blass und unausgearbeitet wirken. Das liegt aber keineswegs an den Schauspielern denn diese wirken hier alle samt gut und geben ihr Bestes. Hier ist das Drehbuch einwenig einfallslos gewesen und so stören die Nebenhandlung und die Figuren einen zwar nicht, aber sie lassen einen doch irgendwie die meiste Zeit recht kalt.

Cha Tae-Hyeon der das adäquate Gegenstück Shin Ha-Gyun aus „A Man Who Went to Mars“ ist und in „BA:BO“ den Dorftrottel spielt, ist zwar nicht vergleichbar mit Shin Ha-Gyun, wegen seines leichten overacting, aber er macht seine Sache dennoch ganz gut. Ich würde sogar soweit gehen und sagen das Cha Tae-Hyeon Rolle hier die beste Rolle seit seinen Erfolg mit dem Klassiker My Sassy Girl war, erst nach „BA:BO“ war er wieder in meinen Augen im Rennen. Cha Tae-Hyeon spielt seine Figur einfach liebenswürdig und seine dargestellte recht übertriebene Einfachheit und Naivität transportiert ungeheuer viele Gefühle.
Den weiblichen Part der Dorfschönheit den Kim Hee-Seon in „A Man Who Went to Mars“ eingenommen hat besetzt hier Ha Ji-Won. Ha Ji-Won schafft es auch nicht ansatzweise an die Rolle von Kim Hee-Seon heran zu kommen, aber ich denke das liegt hier eher am Drehbuch als an ihr, denn Ha Ji-Won selber wirkt wie eh und jäh recht attraktiv und hübsch, des weiteren schafft sie es nett und liebevoll zu wirken, dennoch wirkt sie neben der alles vereinnahmenden Rolle des „BA:BO“ einwenig blass. So wie mit Ha Ji-Won verhält es sich dann auch mit den meisten Nebendarstellern, sie spielen alle recht gut, aber wirken wegen des Drehbuches nicht wirklich stark auf einen. Andererseits muss man auch anerkennend sagen das mit anderen Nebendarstellern der Film ziemlich schnell an Qualität abgenommen hätte, denn trotz blassen Charakterdesign retten Ha Ji-Won und die diversen Nebendarsteller was zu retten ist und verleihen dank beherzten Schauspiel den Film soweit es geht seine Seele.

„BA:BO“ kleidet sich insgesamt in ansprechend und professionell wirkenden Bildern und bewegt sich somit auch einwenig über den gehobenen Standart der koreanischen Filmindustrie. Die Bilder im Film schaffen eine wunderbar winterliche Atmosphäre und vermitteln den Charme einer rustikalen, aber dennoch kuscheligen und beschaulichen koreanischen Provinz, im Winter. Des Weiteren überzeugt die Cinematographie durch ihre Liebe zum Detail und den dezent sinnvoll eingesetzten Farbfiltern. Auch die Musik im Film wird ziemlich zielsicher und gekonnt eingesetzt, um genau an den richtigen Stellen Emotionen zu erzeugen. Vor allem wirkt die Musik, da sie nicht aufdringlich wirkt, sondern schön, leicht und sanft. Aus meiner Sicht ist somit die Inszenierung von „BA:BO“ einer seiner Stärken die den Film auszeichnen, denn hier gibt es nichts zum meckern – ganz im Gegenteil.

Letzten Endes ist „BA:BO“ trotz guten Cast und den von mir hoch respektierten Regisseur Kim Jeong-kwon kein Meilenstein, auch weil er sich den Vergleich mit „A Man Who Went to Mars“ gefallen lassen muss und da bleibt „BA:BO“ klar zurück. Nichts desto trotz ist „BA:BO“ ein gutes Melodrama, was sich trotz Schwächen zu sehen lohnt, denn es wirkt nicht nur in seiner Aufmachung sehr professionell, sondern eben auch in seiner hoch dosierten Dosis von Emotionen. Man darf sich natürlich nicht an der manipulativen Machart dieses Werkes stören, mich hat es wie gesagt nicht all zu sehr gestört, da es seine Wirkung nicht verfehlt hatte. „BA:BO“ ist auf jeden Fall ein kleines nettes winterliches koreanisches Melodrama, was zur Weihnachtszeit ganz recht kommt.


DVD

Die koreanische Limited Edition kommt in einen recht netten, aber etwas kitschigen Schuber daher und macht sich schlank im Regal. Das Bild (1.85:1 anamorphic Widescreen) der DVD überzeugt vor allem durch seine Farben und guten Kontraste, auch in Sachen Schärfe weis das Bild größten Teils zu überzeugen, bloß im Detail wirkt es manchmal einwenig unscharf und unruhig – ansonsten empfand ich das Bild als sehr gut. Der Ton ist als Dolby Digital 5.1 Tonspur verfügbar und grundsolide, da er klar und sauber auf die Boxen ankommt, aber all das ohne nennenswerte Effekte. Die Untertitel sind sehr gut, da sie in sehr einfachem Englisch sind, ein gutes Tempo besitzen und stets klar sichtbar sind. Die Extras sind viele und alle samt interessant, so wie gut gemacht – ein Blick lohnt sich trotz ohne Untertitel.


Extras:
  • Shooting Stars
  • Making Of
  • Deleted Scenes
  • Hidden Characters
  • Toast Recipe
  • Outtakes
  • Trailer
  • Music Video


Titel: BA:BO
aka: Miracle of Giving Fool; 바보
L/J: Südkorea 2006
Laufzeit: 99 Min
Regie: Kim Jeong-kwon
Studio: Wire to Wire Film; CJ Entertainment
Genre: Melodrama

Darsteller:

Cha Tae-Hyeon
Ha Ji-Won
Lee Gi-Young
Park Hee-Sun
Song Jae-Ho


Besucher-Wertung
Note: 5 - Votes: 2





Film



Bild



Ton



Extras



Untertitel





Published: 17.12.2009
Korea Limited Edition

Film Bilder





































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