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Geschichte

Ji Hwan (Kwon Sang-Woo) und Dal Rae (Kim Ha-Neul) sind zwei unzertrennliche Freunde, seit ihrer Kindheit. Ji Hwan welcher ein begabter Taekwondo-Student ist, arbeitet nebenbei als Stuntman, um sich seinen großen Traum anzunähern, denn er will sobald wie möglich in die Fußstapfen seines großen Idols „Jackie Chan” treten – die Frisur hat er auf jeden Fall schon mal. Dal Rae findet die Ambitionen von Ji Hwan kindisch, sie selber ist Theater-Studentin und ihr innigster Traum ist es eine Schauspielerin zu werden – dumm nur das sie vor Publikum kein Wort heraus bekommt und in Schüchternheit versinkt. Obwohl die beiden sich anscheinend unaufhörlich streiten und die Qualität der Beleidigungen immer mehr zu nimmt, wird beiden auch immer mehr klar das sie mehr als nur zwei Freunde sind – denn beide entdecken umso mehr Distanz zwischen ihnen entsteht, ihre tiefe Verbundenheit zueinander. Diese Distanz wächst immer mehr als beide beginnen mit anderen Leuten auszugehen. Dal Rae hat sich z.B. in einen gut aussehenden, athletischen sowie rücksichtsvollen jungen Mann (Lee Sang-woo) verguckt, der ein Mitglied von Ji Hwan`s Taekwondo Gruppe ist und Ji Hwan selber beginnt daraufhin mit einer hinreißenden Frau (Jang Mi-ne), welche einen Körper besitzt für den er sterben würde, auszugehen. Ji Hwan und Dal Rae geben sich weiterhin als gute Freunde und treffen sich auch gemeinsam mit ihren neuen Partnern, aber bald ist jeden klar das, dass zwischen den beiden mehr als nur eine gute Freundschaft ist…


Fazit

Auch wenn ich den koreanischen Romantikkomödien Klassiker „My Tutor Friend“ schlechthin neben My Sassy Girl niemals rezensiert habe, gehört dieser Film zu einer meiner Lieblingsfilme und so war es mir eine Freude zu hören das die beiden sehr sympathischen Hauptdarsteller Kwon Sang-Woo und Kim Ha-Neul aus „My Tutor Friend“ wieder gemeinsam in einen Film spielen.

Zwar habe ich mir diesen Film recht spät nach seiner Veröffentlichung angeschaut, aber die Vorfreude war dieselbe, auch wenn ich diese vorsichtig gedrosselt habe, denn das ist bei „Almost Love“ angebracht, da er doch eine recht koreanisch typische Romantikkomödie ist, die das Genre bestimmt nicht revolutioniert. Trotzdem ist es erfreulich das „Almost Love“ weitest gehend im positiven Sinne recht koreanisch typisch ausfällt, weil er durch seine herzerwärmende, sowie teilweise schräge und durch durch nette Art zu überzeugen weis, auch wenn er dabei niemals die Qualität von „My Tutor Friend“ erreicht.

„Almost Love“ profitiert natürlich ungemein, wie kaum ein anderer Film, von seinen sehr sympathischen Hauptdarstellern. Insbesondere Kwon Sang-Woo, als koreanischer „Jackie Chan“ –Verschnitt, überzeugt mit viel Charme und ist hier einfach der Sympathieträger schlechthin. Kwon Sang-Woo meistert seine Rolle so als ob sie ihn auf den Leib geschrieben wäre und so wirkt seine Präsenz im Film auch am intensivsten. Von seinem Spiel geht eine sehr starke Dynamik aus und damit katapultiert Kwon Sang-Woo den Film qualitativ, dank seines Spiels, in den Rang eines überdurchschnittlichen Genrevertreters.
Kim Ha-Neul schafft es dafür nicht ganz an die Qualität, die sie in „My Tutor Friend“ geboten hat, anzuknüpfen, das mag aber auch einwenig an ihrer Rolle in „Almost Love“ liegen, denn diese ist nicht ganz so schräg wie die von Kwon Sang-Woo. Das ist schade, denn Kim Ha-Neul ist bekannt für ihre lustigen Mimiken und ihr humorvolles Auftreten, was alles hier nur reduziert vorhanden ist. Die Figur welche Kim Ha-Neul verkörpert ist etwas reifer und soll vor allem begehrenswert sein, so dass die witzigen Attribute die Kim Ha-Neul Schauspiel ausmachen einwenig im Hintergrund rücken. Sie wirkt im Gegensatz zu Kwon Sang-Woo manchmal einfach eine Spur zu routiniert, trotzdem wirken beide zusammen in ihren gemeinsamen Szenen recht ergänzend. Nicht das man mich falsch versteht Kim Ha-Neul Spiel bleibt gut und sie wirkt wie immer stets sympathisch, aber Regisseur Lee Han(a) spielt nicht ganz ihre Qualitäten aus.
Aber auch bei den diversen Nebendarstellern wurde nicht gespart, weil diese trotz geringer Laufzeit mindestens dieselbe Qualität wie die Hauptdarsteller leisten. Vor allem die Kinderdarsteller machen den Film neben Kwon Sang-Woo und Kim Ha-Neul sehenswert. Allein der koreanische Kinderstar Park Ji-Bin weis durch sein Spiel zu überzeugen. Jeong Min-ah und Kim Ye-won scheinen gemeinsam die Rolle der kleinen Dal Rae zu vertreten, was nicht auffällt dank starker Ähnlichkeit und wunderbar charmanten Spiel, welches für das Alter beeindruckend ist. Ohne diesen sehr charmanten und sympathischen Cast von den Hauptdarstellern bis zu den kleinsten Nebenrollen wehre der Film nur halb so viel wert.

Was den Film noch ausmacht, ist das er hier und da paar Szenen besitzt, die nur so vor Energie sprühen und somit richtig gute Laune erzeugen. Vor allem sind es die Action Szenen mit Kwon Sang-Woo, die einfach herrlich spritzig inszeniert worden sind, da sie zusätzlich von einem fetzigen Soundtrack begleitet werden. Was die Musik betrifft so ist diese auch sonst sehr gut platziert worden und reicht von mitreisenden koreanischen Rock bis hin zur unterschwelligen schönen melancholischen Musik. Leider wirken diese Szenen einwenig isoliert für sich, wie auch einige andere Elemente Film.

Neben diesen temporeichen Szenen punktet der Film auch bei seinen Rückblenden, die die Kindheitserinnerungen der beiden Hauptprotagonisten beleuchtet. Dieser Teil des Films wurde wunderbar inszeniert, dank schönen Bildern und vor allem wegen den schon erwähnten Kinderdarstellern.

Was die Cinematographie des Filmes betrifft so kann man hier nicht von einen einheitlichen Look sprechen, da der Film aus vier verschiedenen Parts besteht, die auch jeweils in einen anderen Genre angesiedelt sind und all diese vier Teile besitzen eine andere Cinematographie. Ich gehe zuerst mal auf den Komödien-Hauptteil des Filmes ein, da er schließlich über die Hälfte des Filmes ausmacht. Dieser Teil besteht aus recht sauber, klar und übersichtlich gefassten Bildern und das bleibt auch so bei den Action-Szenen, die überraschend gute choreographiert sind. So wirken diese Szenen stets übersichtlich und man sieht trotz hohen Tempo und viel Power genau was gerade passiert, ohne das übertriebene Slow-Motion-Effekte benutzt werden.
Die Kindheitserinnerungen wiederum, werden in schönen Pastellfarben getaucht und weisen eine träumerische Belichtung auf. Man schwelgt als Zuschauer in herrlich schönen sowie melancholischen Kindheitserinnerungen voller Unschuld und evtl. ertappt man sich dabei wie man ein wehmütiges Seufzen von sich gibt.
Der dramatische Teil des Filmes schwenkt plötzlich eher zu einer rustikaleren Bildsprache und wirkt im Gegensatz zu dem was davor kam fast wie ein Independent Film, auch weil neben diesen etwas schlichteren Look einige Leihendarsteller auftreten.
Der romantische Teil, welcher als letztes folgt, ist der kürzeste und ist in seiner Bildsprache die Mitte zwischen dem dramatischen Teil und dem Komödien-Hauptteil – was passt.

Die diversen Genreelemente im Film greifen leider nicht so gut ineinander und eine konsequente Genrewahl hätte den Film wesentlich besser getan. So ist der Sprung von Komödienteil zum Drama und dann zum Romantikteil oft zu plötzlich und ruckartig, aber dadurch, dass jeder Teil für sich überzeugen kann, rettet das den Film.

Der Film gewinnt viel durch seinen sehr sympathischen ersten Teil, auch wenn dieser hier und da ein paar Längen aufweist. Mir hat der humorvolle und lustige Hauptteil des Films vor allem deswegen gut gefallen, weil er eben durch seine typisch koreanisch schräge und vor allem sehr liebenswürdige Art überzeugt und Spaß macht.
Der dramatische Teil der dann folgt, schafft es trotz abrupten Stilbruch den Film nicht völlig zu zerstören, da die Thematik keine 0815 Liebesdramatik ist, wie man es bei einer Romantikkomödie dieser Art erwarten würde, sondern ein interessantes Thema behandelt, welches recht gut beleuchtet wird. All dem wird eine kurze Laufzeit im Gegensatz zum ersten Teil des Filmes eingeräumt, umso überraschender ist es das dieser Part dann so gut funktioniert. So hatte mir dieser Teil des Films mit Widerwillen feuchte Augen beschert. Der Drama-Teil wirkt gar nicht mal allzu kitschig und ihm wohnt irgendwo sein nötiger Ernst inne, den man ihn auch abnimmt, obwohl davor der ganze Film alles andere als ernst war. Nichts desto trotz will das Ganze nicht so recht zum ersten Teil des Filmes passen. Die ganze Energie und Lebenslust aus dem ersten Teil verpufft hier förmlich, was auch so gewollt ist, aber meiner Meinung nach zu drastisch umgesetzt worden ist.
Der Romantische Teil, am Ende, kommt den Zuschauer nach der dramatischen Einlage recht willkommen und ist trotz Kitsch genau das was die Seele braucht – einfach versöhnlich und wunderbar schön. Regisseur Lee Han(a) beweist somit das wohl platzierter Kitsch manchmal recht willkommen sein kann, denn selten habe ich mich über so ein schönes und eben kitschiges Ende gefreut wie hier.

Ja der Film hat seine Schwächen, aber ist aufgrund seiner tollen Darsteller, soliden Erzählweise und guten Inszenierung trotzdem sehenswert. Ich hatte meinen Spaß mit diesem sehr netten Film, auch wenn mir ein nicht gewolltes Drama aufs Auge gedrückt worden ist. Das Review ist einwenig zu lang geraten aufgrund der vielen Elemente im Film, aber auch hier gilt für den Film wie auch für mein Review „manchmal ist weniger mehr“. So vergebe ich den Film knappe sieben von zehn Punkten.


DVD

Ich habe mir von diesem Film die technisch sehr gute Thai-DVD zugelegt, die in einen schönen Schuber daher kommt, der Laune auf den Film macht und nicht zu wenig verspricht. Das Bild (Anamorphic Widescreen 1.85:1) der DVD überzeugt durch eine gute Schärfe, optimale Kontraste und gute Farben, hier gibt es kaum was zu beanstanden. Der Ton der als Dolby Digital 5.1 Tonspur verfügbar ist, bietet sehr kräftige und klare Töne, besonders bei den Actionszenen fetzt der Sound, mit einen schönen Bass, aber bei den normalen Szenen fehlt es an einer klaren Verteilung, ansonsten ist der Ton aber sehr gut. Die Untertitel sind leider oft einwenig zu schnell und hin und wieder in einen unnötigen schwierigen Vokabular, ansonsten ist der Untertitel klar sichtbar. Die Extras sind nicht viele in dieser Version, aber das „Making Of“ ist immerhin ein kleines Schmankerl bei dieser Sparversion und doch ein Argument gegenüber der Korea-Version, denn das „Making Of“ ist doch schließlich das wichtigste Extra.


Extras:
  • Photo Gallery
  • Trailer
  • Making Of


Titel: Almost Love
aka: Youth Comic; 청춘만화
L/J: Südkorea 2006
Laufzeit: 111 Min
Regie: Lee Han(a)
Studio: Popcorn Film; ShowBox
Kinematographie: Lee Jun-Gyu
Musik: Kim Min-Gyu
Producer: Han Seong-Gu
Story: Lee Han(a)
Genre: Romantik / Komödie / Drama

Darsteller:

Kim Ha-Neul
Kwon Sang-Woo
Park Ji-Bin


Besucher-Wertung
Note: 4 - Votes: 1





Film



Bild



Ton



Extras



Untertitel





Published: 10.01.2010
Film-Poster

Film Bilder































































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