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Kurzbeschreibung/Waschzettel



Vier Erzählungen. Vier Jahreszeiten. Vier Schicksalhafte Begegnungen- eine Liebe. Die Geschichte zweier Liebender, die Raum und Zeit überwinden und trotz harter Prüfungen um ihr Glück kämpfen.

Frühling (673): Ein junger Mann rettet einem Fuchs das Leben. Kurz darauf begegnet er der schönen, geheimnisvollen so- Hyul und verliebt sich in sie.

Sommer (1945): Land und Freiheit werden ihm genommen. Er sieht keinen Sinn weiterzuleben und versucht sich umzubringen, Natsume, eine japanische Militärärztin, rettet ihm das Leben und schenkt ihm neue Lebenskraft…

Herbst (1995): Ein koreanischer Popstar trifft in den USA auf die blinde Susan, die sein Leben verändert. Beide verfügen über die Fähigkeit, Gefühle zu vermitteln, die nicht mit dem bloßen Auge, sondern nur mit dem Herzen wahrgenommen werden können.

Winter (viele tausend Jahre später): Nach dem Untergang der Menschheit werden zwei Frauen und ein Mann neu geboren. Die Dreiecksbeziehung führt zu Eifersucht, Streit und….. Selbstmord hat die Liebe eine Chance?

Beschreibung von deutschen Verlag
Planet Manhwa (Panini Comics)


Autorenportrait

Yang Kyung-Il

Yang Kyung-Il begeistert nicht nur die koreanische Manhwa-Welt mit seinen realistischen Darstellungen und glänzenden Inszenierungen, sondern findet auch in Asien und Europa Anerkennung. In Japan wurde er für seine Bilder von Takehiko Inoue gelobt und auch Regisseur Otomo Katsuhiro von AKIRA hat ihn als „Tiger der Manhwa-Welt“ bezeichnet. Sein Zeichenstil ist besonders für koreanische Manhwa-Zeichner ein Vorbild.

Yoon Seung-Ki

Yoon Seung-Ki ist bekannt für seinen weichen Zeichenstil und seine empfindsame Darstellung in Kinder-Manhwas. Insbesondere jedoch für seine Liebesgeschichten. Er mag vielleicht nicht zu den berühmtesten Manhwa-Zeichnern gehören, dennoch blieben für viele seine gefühlvoll gezeichneten Charaktere unvergesslich. Seine schlichten, aber nicht banalen Werke begeistern die Leser.

Kim Tae Hyung

Während der Großteil der koreanischen Manhwa-Branche seinen Ursprung im asiatischen Genre und in der östlichen Ideenwelt hat, zeichnet sich Kim Tae Hyung durch seinen westlichen Erzähl- und Zeichenstil aus. Kim Tae Hyung ist insbesondere als Game-Illustrator bekannt. Man zählt ihn zu den Vorreitern des Fusions-Fantasy-Manhwas.

Sung-Woo Park

Ein Autor, der besonders bei Jugendlichen sehr populär ist. In seinen Werken gelingt es ihm, auf die Bedürfnisse seines Publikums einzugehen, und er besitzt die Fähigkeit, seinen Lesern die Türen zur Fantasiewelt zu öffnen. Ein wichtiger und einzigartiger Kreativer. Der der die koreanische Manhwa-Branche inspiriert.

Byeon Byung-Jun
Siehe Rezension von Run, Bong-Gu, run!

Lee Vin

Viele Ihre Werke erzählen Musikgeschichten, die ihre Vorliebe für unterschiedliche Musikrichtungen Ausdruck verleihen. Lee Vin bevorzugt starke Charaktere, die ihren Werken etwas Charismatisches geben. Sie gehört zu den Autoren, die sich Vorstellungen wie Freiheit und Widerstand leiten lassen, aber dabei nicht an Humor verlieren. Seit ihrem Debüt genießt sie bei ihren Lesern große Popularität und ist sowohl ihrem Ruf als auch ihrem wirklichen Können nach eine herausragende Autorin der koreanischen Liebes Liebes-Manhwa-Welt.

Beschreibung von deutschen Verlag
Planet Manhwa (Panini Comics)


Fazit

Dieses Manhwa aus Korea, welches als Einzelgeschichtenband erschien, hielt sich Wochenlang in der Bestsellerliste Koreas. Ich danke PANINI das sie dieses außergewöhnliche Werk auch hier in Deutschland veröffentlicht haben. Denn selten erhält man so ein vielfältiges Werk wie dieses hier. Die Hauptgeschichte ist in den vier Jahreszeiten unterteilt und in jeweils verschiedene Epochen der Zeit. Jede Jahreszeit wird von einem anderen Zeichner aus Korea illustriert. Erzählt wird die gesamte Geschichte jedoch von einem Autor und zwar von Youn In-Wan, der sich in Korea mit Island schon einen Namen gemacht hat. Man merkt wie gefühlvoll diese Geschichte erzählt wird und wie viel Liebe, im wahrsten Sinne des Wortes, in ihr steckt. Das ganze wird einen so leichtfüßig präsentiert wie es nur die Asiaten können. Die Einflüsse koreanischer Mythologie, sind sehr stark in diesen Comic vertreten, so dass Figuren wie der dreischwänzige Silberfuchs vorkommen (Meistens ein Symbol des Bösen). Auch sind viele Religiöse und Kulturelle Elemente, wie z.B. die Reinkarnation oder der Schamanismus, ein nicht unerheblicher Bestandteil der Geschichte. Genau das macht den gewissen Reiz dieses Werkes aus, weil es sich seinen Herkunftsland und der koreanischen Kultur voll und ganz bewusst ist und nicht wie viele Manhwas sehr japanischen Mangas ähneln. Wenn man dieses Manhwa liest merkt man das es durch und durch koreanisch ist. Hier werden einige Geschichtliche Epochen aus Korea angeschnitten, wobei diese nur als Rahmenhandlungen dienen. Man muss also nicht unbedingt historische Vorkenntnisse haben. DÉJÀ-VU kommt wie ein wundervolles Märchen über die unsterbliche Liebe rüber. Manchmal ist dieses Märchen voller Freude, manchmal voller Leid, manchmal voller Melancholie und manchmal unheimlich erlösend, eben wie die Liebe. Die jeweiligen Zeichner zu jeder Jahreszeit wurden so ausgewählt, dass ihre Stile am besten zu dieser passen. Natürlich sind nicht alle Zeichner auf demselben Niveau, aber ihre Zeichnungen harmonieren in perfekten Einklang zum jeweiligen Abschnitt der Geschichte. Alle vier Zeichner gehören aber ganz klar zur oberen Liga in der Manhwa Branche. Besonders sticht hier der Zeichner Kim Tae Hyung hervor, der den Teil „Herbst im Jahre 1995“ zeichnet. Sein sehr detaillierter Zeichenstil ist wundervoll und vor allem zeugt er von Anmut. Die anderen drei Teile sind eher im klassischen Manhwa bzw. Manga Stil gehalten, wobei die erste Geschichte von Yang Kyung-Il die den Teil „Frühling im Jahre 673“ erzählt, sehr fantasievoll und weich gezeichnet ist, genau passend zu den altertümlichen Szenario. Also auch hier ein wahrer Genuss für das Auge. Besonders gut hat mir auch der letzte Teil der Geschichte gefallen, gezeichnet von Sung-Woo Park. Die Zeichnungen hier sind wohl von allen vier Geschichten der klassischste Manhwa/Manga Stil, aber absolut professionell, sehr ästhetisch, detailliert und gehört auch mit zu dem besten was ich aus den Manhwa Bereich gesehen habe. Der zweite Teil der Geschichte der im „Sommer 1945“ spielt ist vielleicht zeichnerisch den anderen ein wenig unterlegen. Aber der Zeichner Yoon Seung-Ki zeichnet sich sehr durch eine ausdruckstarke und gefühlvolle Zeichnung aus und weniger im Detail. Das ist auch wieder sehr passend gewählt, da dieser Teil der dramatischste ist. Abschließend kann man nur sagen das DÉJÀ-VU wohl einer der besten Manhwas ist die ich auf Deutsch gelesen habe, vielleicht sogar der beste, sowohl zeichnerisch und vor allem erzählerisch.

Nach dem Abschluss dieser Geschichte sind in diesen Band noch zwei weitere Kurzgeschichten enthalten.

Die erste ist von dem bekannten und mehrfach ausgezeichneten Zeichner Byung-Joon Byun. Über die die Güte seiner Zeichnung will ich hier nicht mehr eingehen, darüber könnt Ihr genaueres in der Rezension von seinen Manhwa Run, Bong-Gu, run! von mir lesen. Die Geschichte von ihm ist zwar qualitativ von der Zeichnung und der Erzählung wieder mal sehr gut, aber passt überhaupt nicht in den Band. Erstens geht es hier nicht um die Liebe, sondern wieder mal um das Lieblings Thema des Autoren: Die kaputte Gesellschaft. Das ganze ist mit diversen Untertönen geschrieben, kommt äußerst brutal und schonungslos rüber. Das ganze wirkt eigentlich absolut disharmonisch auf die erste Geschichte. Darum meine Empfehlung: liest diesen Band nicht in einen Zug sondern jede Geschichte separat.

So nun zur letzten Geschichte von der Zeichnerin Lee Vin. Ja diese Geschichte ist zwar sehr kurz, aber ich könnte schon alleine wegen dieser den ganzen Band empfehlen. Kurz um sie ist wundervoll und gefällt mir sogar ein wenig besser als der Hauptteil. In dieser kleinen Geschichte wird einem eine herzergreifende Liebesgeschichte von einen jungen Mann erzählt, der an starken Orientierungsverlust leidet, und einer Sängerin, die am erblinden ist. Das ganze wird so wunderbar humorvoll und vor allem so gefühlvoll erzählt wie ich es nur von den Koreanern kenne. Fazit: Einfach Wunderbar. Diese Geschichte ist aber von allen wohl am schlechtesten gezeichnet, aber die Zeichnerin gibt das auch im Nachwort offen zu, das sie noch einiges zu lernen hat. Stören tut das nicht, weil ihre Zeichnungen eher emotional und oft karikativ sind und somit nur noch die Intensivität der dargestellten Gefühle verstärken.

Wer sich ein wenig für koreanische Comics interessiert, den kann ich als Einstieg diesen Band wärmsten empfehlen.


Buchtitel: Deja-vu - Jahreszeiten der Liebe
Autor: Verschiedene Autoren
Verlag: Planet Manhwa
Jahr: 2006
Seiten: 228
ISBN: 3-86607-092-6


Besucher-Wertung
Note: 5 - Votes: 2





Geschichte



Schreibstil



Zeichnung



Layout





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Published: 26.06.2006
Buch Cover





















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