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Kurzbeschreibung/Waschzettel



Als ihre Ex-Freundin Noah stirbt, versucht Jackie, über den Verlust der Liebe ihres Lebens mit einem ungewöhnlichen Ritual hinwegzukommen: Sie trinkt die aufgelöste Asche ihrer ehemaligen Geliebten - 12 Tage lang. Zusammen mit Noahs Bruder Nick, der zu ihrem Komplizen wird, erinnert sie sich an die geheimnisvolle und komplizierte junge Frau. In Rückblicken erfährt der Leser über die Höhen und Tiefen der Beziehung zwischen Jackie und Noah sowie über Noahs Beweggründe, sich von Jackie zu trennen. Da sie ihrem Vater keine Schande machen will, willigt sie ein, den jungen James zu heiraten. Eine Woche vor ihrer Hochzeit kommen ihr immer wieder Zweifel, und sie versucht Jackie zu erreichen, doch diese geht nicht ans Telefon. Auf dem Rückweg von ihren Flitterwochen hat Noah einen tödlichen Unfall, und für Jackie beginnt ein langer Prozess der Trauer.

Character Info

Noah Yoon
Jackies verstorbene Ex-Freundin ist koreanisch-amerikanischer Herkunft. Obwohl sie nach außen sehr stark wirkt, ist sie extrem lieb und sanft. Sie scheint zwischen zwei Persönlichkeiten zu schwanken. Aufgrund ihrer schweren Kindheit, in der sie in vielen verschiedenen Umgebungen aufwuchs, sehnt sie sich nach einem stabilen harmonischen Zuhause. Sie wurde christlich erzogen und kämpft daher mit ihrer Sexualität und ihren konservativen Werten.

Jackie Yuan
Jackie ist eine störrische, intelligente, stolze und starke junge Frau. Sie hat kantonesisch-koreanische Wurzeln und arbeitet in einer schicken New Yorker Agentur. Sie macht einen coolen und gefassten Eindruck, lässt sich aber leicht verletzen und erholt sich nur schwer davon. Sie hasst es, anderen Menschen ihre Schwächen zu zeigen, findet es aber ziemlich einfach, Nick in ihre Gefühle einzuweihen.

Nicholas Yoon
Nick ist Noahs Halbbruder und wird nach deren Tod so etwas wie Jackies Vertrauter. Er war der Einzige in der Familie, der über Noahs Gefühle zu Jackie Bescheid wusste. Nick verabscheut die konservative Einstellung seines Vaters und stand seiner Halbschwester sehr nahe. Obwohl er manchmal egoistisch und grob wirkt, ist er eigentlich sehr aufmerksam und lieb.


Autorenportrait

June Kim studierte Japanisch und Literatur an einem College in Seoul, Korea. Nach ihrem Junior-Jahr ging sie nach New York um dort die "School of Visual Arts" zu besuchen. Nach ihrem Abschluss im Jahr 2002 wurden ihre Arbeiten in mehreren angesehenen Magazinen veröffentlicht, so zum Beispiel in Flaunt Magazine, Elle Korea, Teen People oder Tokion. Momentan lebt sie in Brooklyn, N.Y., wo sie als freie Illustratorin arbeitet und ihrem Traum nachgeht, einmal professionelle Comiczeichnerin zu werden.



Fazit

Wir haben hier ein „Manhwa“ was sich durch eine außergewöhnliche Geschichte von anderen Manhwa’s abhebt und wenn man die Einleitung dieser Geschichte liest wirkt sie auf einen in ersten Moment vielleicht, ein wenig, morbid. Das ist aber keineswegs der Fall, ganz im Gegenteil, dazu aber später. Die Zeichnung dieses Manhwa’s hat auf jeden Fall dieses gewisse Etwas und hebt sich mit seinen eigenwilligen Stil von der breiten Masse ab. Die Bilder sind zwar sehr schlicht und bieten einen nicht immer viel Details, aber sind stets sehr realistisch. Das Detail schwankt in den Bildern und verschwindet dort wenn es nicht von Nöten ist und wenn es angebracht ist, findet man in diesen Band hier und dort doch recht detailverliebte Bilder. June Kim’s Zeichnungen sind auf jeden Fall schön, auch wenn die Qualität manchmal ein wenig schwankt.

Der Haken an diesen Comic ist die Geschichte. Diese hört sich sehr interessant an und hätte bestimmt ein guter Stoff für ein außergewöhnliches Manhwa sein können, aber stattdessen wird uns hier eher ein laues Werk präsentiert. Die Story versucht sich in den ruhigen Zwischentönen des Alltags zu verlieren und aus diesen eine schöne melancholische Atmosphäre zu gewinnen, wie es z.B., der zur Recht hoch gelobte, Manga-Zeichner Jiro Taniguchi immer wieder in seinen Werken macht. Leider gelingt das in diesem Buch nicht und wir blättern durch eine absolut belanglose und öde Geschichte. Die ganze Erzählweise ist sehr missraten und schafft einen niemals zu fesseln. Die Sprechblasen sind zu dem auch sehr schlecht angeordnet, so dass der Ursprung der Dialoge nicht eindeutig ist und man oft nicht genau weiß wer gesprochen hat. Überhaupt mutet diesen Werk was sehr konfuses an. Dieses Manhwa ist wieder einmal ein Beweis dafür, dass eine gute Zeichnung noch lange kein gutes Comic ausmacht, wenn die Geschichte bzw. die Erzählweise schlecht ist. Die Charaktere im Buch haben kaum eine Aussage und wandern fast nichts sagend durch die Geschichte. Die Dialoge die sie von sich geben, haben kaum einen Wert. Die besten und schlüssigsten Momente in Comic sind die wo nichts gesprochen wird. Somit entstehen keine Emotionen und die erhoffte Dramatik bleibt aus.

Ich würde gerne noch mehr schreiben, aber über „12 Days“ gibt es nicht all zu viel zu erzählen, weil dieses Comic den Leser selber kaum was erzählt. Wer ruhige und anspruchsvolle Geschichten lesen will, sollte doch lieber auf Jiro Taniguchi zurück greifen oder anderen Manhwa’s wie z.B. Run, Bong-Gu, run! oder Deja-vu.

Positiv hervorzuheben ist die sehr schöne Aufmachung des Bandes, von dem Verlag Tokyopop, die nichts zu wünschen übrig lässt und von der sich hier einige andere deutsche Verlage ein Scheibchen abschneiden können.


Kurzbeschreibung/Waschzettel, Autorenportrait und Bilder von deutschen Verlag TOKYOPOP GmbH


Buchtitel: 12 Days
Autor: June Kim
Verlag: TOKYOPOP GmbH
Jahr: 2007
Seiten: 208
ISBN: 978-3-86719-311-5


Besucher-Wertung
Note: 5 - Votes: 1





Geschichte



Schreibstil



Zeichnung



Layout



Illustration





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Published: 21.03.2008
Deutsches Cover

























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